... also eine echte Spitzenfachkraft: Natalie Portman spielt in "The Black Swan" eine besessene Ballerina, die sich mit ihrem Ehrgeiz an die Grenzen des körperlichen und psychischen Wahnsinns katapultiert. Vielgepriesen wurde zum Start des Films ihr tänzerischer Einsatz - bei dem ihr der Ballettänzer und Choreograph Benjamin Millepied zur Seite gestanden hat. Dass die beiden Tanzmäuse inzwischen verliebt, verlobt und in freudiger Erwartung sind, war bei der Verleihung unübersehbar - und unüberhörbar: "Er ist eigentlich der beste Schauspieler in dem Film", strahlte sie in Rosarot. Der Franzose spiele in Black Swan zwar nur eine kleine Nebenrolle, doch die lasse ihn sagen, dass er keine Lust habe, mit der Primaballerina ins Bett zu gehen. Das sei aber gar nicht wahr, lachte die Schauspielerin, die an der Seite von Jean in Léon - Der Profi als 13-Jährige berühmt wurde. Gutgelaunt plaudernd bedankte sie sich außerdem bei ihrer Oma, dass sie ihre Mutter in die Welt gesetzt habe - sie hoffe, die alte Dame genehmige sich gerade einen Drink. Solche Dankesreden sind in Hollywood nicht gerade üblich - aber einer schwangeren Oscar-Preisträgerin in spe werden sie wohl nicht schaden. Weil die Entscheidungen für die Oscar-Vergabe vor der Tür stehen, gelten die Golden Globes als Stimmungsmesser für die wichtigsten Filmpreise der Welt - und die Verleihung im Beverly Hilton als "fröhlichste Filmparty Hollywoods". Von Grunde auf weniger fröhlich ...

Bild: AP 17. Januar 2011, 14:102011-01-17 14:10:59 © sueddeutsche.de/rus