Gerade feierte in der Neuköllner Oper "Der Teufel im Lift" Premiere, es ist das neueste szenische Projekt der Lautten Compagney für Berlin: Menschen begegnen darin auf unterschiedlichste Weise dem Tod, aber alle mit den Kantaten von Johann Sebastian Bach. Ein typisches Konzept für die Gruppe, die vor vierzig Jahren als eines der ersten Spezialensembles für Alte Musik noch in der DDR gegründet wurde. Sie betreibt den Grenzgang zu anderen Kunst- und Musikgenres, bringt ungewöhnliche Konzeptalben heraus, sucht im Berliner Humboldt-Forum mit Vertretern anderer Musikkulturen nach einem authentischen postkolonialen Diskurs. Daneben bleibt die Lautten Compagney ein gefragtes Gastensemble an staatlich finanzierten Opernhäusern. So bestritt sie vor einem halben Jahr in Dresden die vielgerühmte Neuinszenierung von Claudio Monteverdis "L'Orfeo". Erfolge, mit denen die Gruppe den Namen der Hauptstadt in die Musikwelt trägt.
KulturpolitikFast schon ein Staatsensemble
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Viele freie Musikensembles bereichern die Klassikszene, wären da nicht ihre Geldsorgen. Nun soll der Bund helfen.
