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"Cats" im Kino:Jetzt noch felligeres Fell

Film

Auch Ballerina Francesca Hayward wurde mit digitalem Katzenfell überzogen, für das es nun ein Update gab.

(Foto: Universal Pictures)

"Cats" floppte am ersten Wochenende an den Kinokassen eh schon massiv. Nun gibt es zusätzliche Häme, weil das Studio eine "verbesserte" Version an Kinos schickt.

Ungefähr einmal pro Jahrzehnt gibt es einen Hollywoodblockbuster, der ist so schlecht, dass sich alle Beteiligten bis an ihr Lebensende dafür schämen. In den Neunzigerjahren war das zum Beispiel das Superheldenunglück "Batman & Robin", für das George Clooney sich bis heute fragen lassen muss, warum um Gottes Willen sein Batman-Kostüm integrierte Brustwarzen besaß.

In den letzten Tagen der auslaufenden Dekade sieht es danach aus, dass der peinlichste Flop der 2010er-Jahre die Verfilmung des Musicals "Cats" wird. Der Film von Tom Hooper kostete über 100 Millionen Dollar, spielte zum Start am Wochenende in den USA aber nur desaströse 6,5 Millionen Dollar ein. Hinzu kommt eine riesige Welle an wirklich fassungslosen Verrissen, in denen sich die Kritiker fragen, was zum Teufel die Filmemacher denn da nur geritten haben mag. Für besonderen Spott sorgt das Katzenfell, mit dem Stars wie Taylor Swift, Idris Elba und Judi Dench per Computer digital überzogen wurden.

Der Film wurde erst ein paar Stunden vor der Weltpremiere fertig

Weil Hollywood einer der hämischsten Orte auf dem Planeten ist, sorgt nun eine weitere Meldung für viel Schadenfreude. Wie unter anderem die Zeitschrift Variety berichtet, hat das Universal-Studio, das "Cats" produziert hat, einen Brief an die amerikanischen Kinobetreiber geschrieben, die "Cats" im Programm haben. Darin wird ihnen mitgeteilt, dass ihnen neue Kopien des Films zugesandt würden, die "einige verbesserte visuelle Effekte" enthalten würden.

Einige verbesserte visuelle Effekte? Das ist schon ein eher unübliches Ereignis, dass ein Studio ein paar Tage nach dem Start schreibt, ups, wir hätten da übrigens noch eine noch viel bessere Version auf Lager.

Schuld an der Misere ist anscheinend die knappe Postproduktionszeit des Films, weil besonders die "digitale Felltechnologie" die Macher vor große Herausforderungen gestellt habe - der Regisseur hatte den Film erst ein paar Stunden vor der Weltpremiere fertigbekommen. Beziehungsweise fast fertig, wie man jetzt erfährt, da es ja noch ein besseres Fell zu geben scheint. Ob es helfen wird? In Deutschland startet "Cats" am 25. Dezember.

© SZ.de/tmh
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