Filmpreise Golden Globe für "Bohemian Rhapsody"

  • "Bohemian Rhapsody" bekommt den Golden Globe als bestes Filmdrama. Rami Malek, der Queen-Frontmann Freddie Mercury darstellt, wird als bester Hauptdarsteller in einem Drama ausgezeichnet.
  • Hollywood-Legende Glenn Close holt mit "The Wife" ihren insgesamt dritten Golden Globe.
  • Lady Gaga erhält einen Preis für den besten Song. Mit "A Star Is Born" zählte sie auch zu den Aspirantinnen auf eine Auszeichnung als beste Schauspielerin.

Bei den Golden Globes 2019 ist "Bohemian Rhapsody" über Queen-Frontmann Freddie Mercury mit dem Top-Globe als bestes Filmdrama ausgezeichnet worden. Hauptdarsteller Rami Malek wurde zum besten Drama-Darsteller gekürt. Das gab der Verband der Auslandspresse in der Nacht zum Montag in Beverly Hills bekannt.

In der Komödien-Sparte siegte die Filmbiografie "Green Book" über Rassismus in den USA, die noch weitere Preise bekam: Als bester Nebendarsteller gewann Mahershala Ali seine erste Golden-Globe-Trophäe. In der Filmbiografie spielt er einen schwarzen Jazz-Pianisten, der in den 1960er Jahren mit seinem weißen Chauffeur (gespielt von Viggo Mortensen) durch die US-Südstaaten reist. Auch die Auszeichnung für das beste Drehbuch ging an "Green Book".

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Keira Knightley, die Königin des Kostümfilms, spielt die französische Schriftstellerin, die lange nur Ghostwriter für ihren Ehemann sein durfte.

Die 71 Jahre alte Hollywood-Veteranin Glenn Close holte ihren insgesamt dritten Golden Globe als beste Schauspielerin in dem Filmdrama "The Wife". Sie stach unter anderem ihre Kollegin Lady Gaga ("A Star Is Born") aus, die sich mit einem Globe für den besten Song begnügen musste. Der Verband der Auslandspresse würdigte das Lied "Shallow" in ihrem Film. Lady Gaga teilt sich den Preis mit Mark Ronson, Anthony Rossomando und Andrew Wyatt.

Ihre britische Kollegin Olivia Colman nahm eine Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin in der Sparte Komödie/Musical mit nach Hause. Sie spielt in der Tragikomödie "The Favourite - Intrigen und Irrsinn" von Yorgos Lanthimos die britische Queen Anne im frühen 18. Jahrhundert. Auch bei den Männern gewann ein Brite: Christian Bale wurde für seine Rolle als ehemaliger US-Vizepräsident Dick Cheney in der Politsatire "Vice" mit dem Globe als bester Hauptdarsteller in einer Komödie geehrt.

Deutsche Kandidaten gingen diesmal leer aus. Das Künstlerporträt "Werk ohne Autor" von Florian Henckel von Donnersmarck (45) unterlag in der Sparte "bester nicht-englischsprachiger Film" dem mexikanischen Film "Roma" von Oscar-Preisträger Alfonso Cuarón ("Gravity"). Er bekam zudem den Preis als bester Regisseur. Im vergangenen Jahr hatte das deutsche NSU-Drama "Aus dem Nichts" von Fatih Akin den Golden Globe als bester Auslandsfilm gewonnen.

Auch Daniel Brühl verpasste seine zweite Globe-Chance. Der 40-Jährige war für seine Rolle in der TV-Krimiserie "The Alienist" im Rennen, der Preis ging aber an Darren Criss ("The Assassination of Gianni Versace"). Brühl war zuvor 2014 für seine Rolle als Rennfahrer Niki Lauda im Formel-1-Drama "Rush - Alles für den Sieg" nominiert gewesen.

Die seit 1944 vergebenen Golden Globe Awards sind die wichtigsten Filmpreise nach den Oscars. Über die Gewinner entscheidet eine Gruppe von knapp 100 internationalen Journalisten, die seit langem in Hollywood arbeiten. Die Verleihungszeremonie findet traditionell bei einem lockeren Gala-Dinner statt.

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