Opernfestspiele in Verona:Eine Premiere wie ein Staatsakt

Opernfestspiele in Verona: Bei Anna Netrebko steht die Meisterschaft einmal mehr außer Frage

Bei Anna Netrebko steht die Meisterschaft einmal mehr außer Frage

(Foto: Ennevifoto / Arena di Verona)

Zum Auftakt der Opernfestspiele in Verona spielt Anna Netrebko die Aida. Die Debatte um ihr Verhältnis zu ihrer russischen Heimat schiebt sich eigentümlich über die Inszenierung.

Von Michael Stallknecht

Am Bahnhof von Verona empfängt eine überlebenshohe Figurengruppe: Ein Ritter setzt einem Besiegten den Fuß auf die Brust - ein Überbleibsel aus einer alten Inszenierung von Giuseppe Verdis "Il Trovatore", als Werbung für die Festspiele aufgestellt. Auch bei der Eröffnungspremiere geht es mit Verdis "Aida" um den Krieg. Die Äthiopier seien in ihr Land eingefallen, sagen die Ägypter, und nehmen das zum Anlass, den letzten Widerstand zu tilgen. Aida gerät darüber unter die Räder, zerrissen zwischen ihrem Vater, dem König von Äthiopien, und ihrer Liebe zu Radamès, dem Feldherrn der Ägypter.

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