Berufe mit Zukunft – Altenpfleger oder Pflegemanager

Dass die deutsche Bevölkerung immer älter wird, ist kein Geheimnis, ebenso wenig, dass bereits heute von einem Pflegenotstand die Rede ist. Die Lage wird noch angespannter, sobald der Zivildienst auf sechs Monate verkürzt wird.  Wer sich für den Beruf des Pflegemanagers oder des Altenpflegers entscheidet, hat deshalb gute Zukunftsperspektiven.

Pflegemanagement - an manchen Hochschulen auch Pflegewissenschaft genannt - ist ein verhältnismäßig neuer Studiengang. Absolventen werden unter anderen in Krankenhäusern und Altersheimen eingestellt, wo sie Verwaltung und Koordination der Pflegeversorgung übernehmen. Auch wickeln sie Finanzen und Controlling für den Pflegedienst ab und arbeiten eng mit Krankenkassen zusammen. Wirtschafts- und Sozialverständnis sind in diesem Berufsfeld sehr wichtig.

Altenpflegekräfte pflegen, betreuen und beraten ältere Menschen, die Hilfe im täglichen Leben benötigen. Hierbei kommt es auf ein gutes Einfühlvermögen und psychische Belastbarkeit an: Auch unter Zeitdruck und in schwierigen Situationen sollten sie freundlich und einfühlsam reagieren. Für gewöhnlich wird die mittlere Reife oder ein vergleichbarer Schulabschluss vorausgesetzt, aber auch mit einem Hauptschulabschluss kann man die Ausbildung als Pflegekraft beginnen, wenn zuvor eine Berufsausbildung absolviert wurde. Interesse an Sozialkunde und Wirtschaft ist wichtig, auch eine Neigung zu Kunst oder Musik kann in diesem Berufsfeld sehr hilfreich sein.

Studienzeit (Pflegemanager): Ab sechs Semester (Bachelor of Arts / Health Management).

Ausbildungszeit (Altenpfleger/-in): Drei bis fünf Jahre

Bild: ag.ap 30. Juni 2010, 09:322010-06-30 09:32:13 © sueddeutsche.de/holz/joku/jja