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Gesundheit - Frankfurt am Main:Trotz Corona mehr Organspender im Saarland

Deutschland
Die Rückseite eines ausgefüllten Organspendeausweises. Foto: Marie Reichenbach/dpa/Illustration (Foto: dpa)

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Frankfurt/Main/Saarbrücken (dpa/lrs) - Trotz der Corona-Pandemie ist die Zahl der Organspender im Saarland leicht gestiegen. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, haben 2020 im Saarland nach vorläufigen Zahlen 22 Menschen nach dem Tod ein oder mehrere Organe gespendet. 2019 zählte die DSO 18 Organspender. Bundesweit blieb die Zahl nahezu konstant: sie lag 2020 bei 913 Spendern, 2019 waren es 932 gewesen.

Im zurückliegenden Jahr konnten den vorläufigen Zahlen zufolge 73 nach dem Tod der Spender ("postmortal") entnommene Organe aus dem Saarland der internationalen Vermittlungsstelle Eurotransplant zugewiesen werden. Laut DSO waren das mehr als 2019, wo 64 Organe aus dem Saarland weitergegeben wurden. Am häufigsten wurden Nieren gespendet, gefolgt von Lebern, Lungen, Herzen und weiteren Organen.

Im Saarland wurden im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen 65 Organe nach einer postmortalen Spende übertragen, das waren etwas weniger als 2019, wo 71 Organe transplantiert wurden. Ende 2020 standen laut DSO deutschlandweit noch immer 9200 Patienten auf der Warteliste für eine Transplantation.

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