bedeckt München 22°
vgwortpixel

Ernährung:Was auf den Teller gehört - und was nicht

Was also essen?

Nach Daten der DGE nehmen die Deutschen zu viele gesättigte Fette auf. Daher empfiehlt die Fachgesellschaft, den Bedarf stärker aus pflanzlichen Quellen und Fisch zu decken. Das heißt: Fleisch von Rind und Schwein sparsam essen, beim Braten eher Öl statt Butter verwenden und als Snack lieber zu Nüssen statt Schokolade greifen.

Es geht mit dieser Empfehlung vor allem darum, tierische Fette einzusparen. Wer dazu zusätzlich noch Pflanzenöle in großen Mengen aufnimmt, hat keinen Vorteil zu erwarten - egal wie sehr die Hersteller Nüsse oder Avocado als Superfood preisen. Denn die Daten der DGE zeigen auch: Insgesamt essen die Deutschen noch immer etwas zu viel Fett.

Und ganz prinzipiell sollten Sie misstrauisch werden, wenn Ihnen ein einziges Lebensmittel als Heilsbringer angepriesen wird. Ernährung ist so komplex, dass die kleinen Vorteile, die bestimmte Lebensmittel haben mögen, in der Gesamtbilanz kaum einen Unterschied machen. Um diesen komplexen Anforderungen des Körpers gerecht zu werden, gilt immer noch, dass die Ernährung möglichst vielseitig sein sollte.

Haben fettreduzierte Produkte Sinn?

Bei puren Produkten wie Milch oder Naturjoghurt kann Fett mit den reduzierten Varianten eingespart werden. Bei verarbeiteten Produkten ist Vorsicht angebracht. Hersteller ersetzen das Fett häufig durch große Mengen Zucker, Salz und diverse Zusatzstoffe. So hat die Verbraucherorganisation Foodwatch in fettreduzierten Frühstücksflocken doppelt so viel Zucker gefunden wie in herkömmlichen Cornflakes. Damit handeln sich Verbraucher unter Umständen neue Gesundheitsrisiken ein.

Insgesamt gilt: Die ganze Mühe um das Fett hat wenig Sinn, wenn der Rest der Nahrung aus großen Mengen von sehr schnell sättigenden Kohlenhydraten wie Zucker und Weißmehl besteht. Diese Lebensmittel halten nicht lange satt, sondern können zu Heißhungeranfällen führen. Damit besteht dann ebenfalls das Risiko, dass die Gesamtkalorienmenge weit überzogen wird.

Hilft Fettreduktion beim Abnehmen?

Low Fat oder Low Carb? Die Frage ist ein Klassiker für alle Abnehmwilligen. Studien sehen mal die eine, mal die andere Methode vorne. Allerdings unterscheiden sich die Erfolgsraten nur geringfügig, so dass man wohl von einem Unentschieden ausgehen kann. Entscheidend ist, wie lange man die Diät durchhält. Dabei sind persönliche Vorlieben sehr wichtig. Wer ohnehin nicht viel Fleisch und Wurst mag, kann mit der fettreduzierten Diät besser zurechtkommen als mit dem Verzicht auf Nudeln, Brot und andere Kohlenhydrate.