Europäische Zentralbank – Mario Draghi

Wahrscheinlich gibt es schon ein Wettportal, das sich mit der Frage beschäftigt: "Wer löst Trichet als EZB-Chef ab?" - und damit richtig Geld verdient. Der deutsche Kandidat Axel Weber hätte mutmaßlich die niedrigsten Quoten - und die zweitniedrigsten wohl der Italiener Mario Draghi. Seine Amtszeit als Chef der italienischen Notenbank begann im Februar 2006. Zuvor hatte er als Goldman-Sachs-Manager gearbeitet. Um jeglichen Anschein von Geschmäckle zu vermeiden, verkaufte er seine Anteile an dem New Yorker Investmentbankhaus. Draghis Plus: Ihm wird mehr diplomatisches Geschick nachgesagt als seinem Mitbewerber Weber. Sein Nachteil: Eigentlich würde seine Nominierung der Nord-Süd-Regel (siehe Mersch) widersprechen.

Bild: AFP 9. Februar 2011, 13:312011-02-09 13:31:00 © sueddeutsche.de/mel/aum/hgn