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F8-Konferenz:Das Schicksal des Facebook-Messengers hängt an Robotern

Facebook CEO Mark Zuckerberg speaks on stage during the Facebook F8 conference in San Francisco, California

Mark Zuckerberg hat keine Liebe für Donald Trump.

(Foto: REUTERS)
  • Wo sieht sich Facebook in den nächsten zehn Jahren? Mark Zuckerberg beantwortet die Frage zu Beginn der Entwicklerkonferenz F8.
  • Zwischendrin kritisiert er kurz Donald Trump.
  • Facebook öffnet seine Messenger-App für Unternehmen - und deren Bots.
  • Wie Geld verdient werden soll, ist auch schon klar.

Es ist ein erstaunlich politischer Einstieg in eine Konferenz, bei der sich eigentlich alles um Software dreht. Doch Facebook-Chef Mark Zuckerberg nutzt die Eröffnungsrede der Facebook-Konferenz "F8" auch dazu, über die Lage in der Welt zu referieren. Es ist der Ausgangspunkt, um später Facebooks Pläne für die kommenden zehn Jahre zu erklären.

Wenn er auf die Welt blicke oder sie bereise, "beginne ich Menschen und Nationen zu sehen, die sich nach innen wenden", sagt der Facebook-Chef. "Angstvolle Stimmen" würden danach rufen, Mauern zu bauen - eine wenig versteckte Kritik am US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, der eine Mauer zwischen den USA und Mexiko versprochen hat.

Die Eröffnungsrede wirkt aus der Zeit gefallen

"Anstatt Mauern zu bauen, können wir dabei behilflich sein, Brücken zu bauen. Anstatt Menschen zu entzweien, können wir sie miteinander verbinden", sagt Zuckerberg, der sich für eine Einwanderungsreform einsetzt. Es brauche Courage, um hoffnungsvoll anstatt ängstlich zu bleiben. An diesen Brücken wolle Facebook in den nächsten Jahren mitbauen - zum Beispiel, in dem mehr Menschen überhaupt einen Zugang ins Netz bekommen, oder aber, in dem das Internet per Drohne in entlegene Regionen gebracht werden soll.

Die Eröffnungsrede von Zuckerberg wirkt, bis auf den Trump-Seitenhieb, seltsam aus der Zeit gefallen. Beide genannten Beispiele sind seit geraumer Zeit bekannt, für das "kostenlose" Internet wurde Facebook in Indien bereits heftig kritisiert. Die Pläne, in Zukunft verstärkt auf künstliche Intelligenz (KI) zu setzen, sind ebenfalls nicht neu. Zuckerberg verlässt schnell die Bühne - doch kurz vorher nennt er dann doch noch eine Neuigkeit.

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Facebook will "Augmented Reality"-Brillen

In den nächsten zehn Jahren werde es Brillen geben, die sowohl in der Lage sind, Virtual als auch Augmented Reality darzustellen. Es werde also möglich sein, mit einer Brille gleichzeitig in eine Fantasie-Welt abzutauchen (VR) oder wahlweise analoge Objekte digital zu ergänzen (AR). Der Vorteil werde sein, dass die Brillen nicht so nerdig aussehen wie aktuelle Modelle (Google stampfte seine "Glass"-Brille in der jetzigen Form bekanntlich ein).

Die wichtigste Neuheit des Tages hat Mark Zuckerberg zwischen all der Politik eher kurz erwähnt: Facebook wird seine Messenger-App um Chat-Bots erweitern. Für Nutzer wird es damit möglich sein, mit einer Vielzahl von Anbietern zu "kommunizieren", ohne jemals die App von Facebook verlassen zu müssen. Doch dabei geht es nicht um eine klassische Kommunikation zwischen zwei Menschen, sondern zwischen Mensch und Maschine.