Coronavirus:Bis der Supercomputer anschlägt

Lesezeit: 3 min

Coronavirus: "SuperMUC-NG" füllt 90 Schränke. Der Rechner in Garching soll Chemikalien finden, die das Andocken von Sars-CoV-2 an Körperzellen stören.

"SuperMUC-NG" füllt 90 Schränke. Der Rechner in Garching soll Chemikalien finden, die das Andocken von Sars-CoV-2 an Körperzellen stören.

(Foto: Leibniz-Rechenzentrum Garching)

Forscher fahnden mithilfe von Hochleistungsrechnern nach Wirkstoffen gegen das Coronavirus. Computerspieler auf der ganzen Welt können dabei helfen.

Von Jannis Brühl und Max Biederbeck

Jeremy Smith wird enthusiastisch, wenn er über seinen Gegner spricht. "Das Spike-Protein ist eine wundervolle Maschine, eine Invasionsmaschine!", sagt der Biophysiker. Mit dem Spike-Protein an seiner Oberfläche dockt der Erreger Sars-CoV-2 an menschlichen Zellen an und schleust seine Erbinformation ein. So beginnt die Vermehrung des Coronavirus. Um sie aufzuhalten, hat Smith seinerseits Zugriff auf eine Maschine: den Hochleistungscomputer "Summit" im Oak Ridge Laboratorium der US-Regierung in Tennessee.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Family Playing A Board Game Together; Spielen
Leben und Gesellschaft
12 Spiele, mit denen man sofort loslegen kann
SZ-Magazin
Patti Smith im Interview
"Ich gehe mit den Verstorbenen, die ich liebe, durchs Leben"
Politische Gefangene Maria Kolesnikowa in Belarus
"Dieser ständige Druck wirkt sich auf die Gesundheit aus"
Medizin
Wie die Art der Geburt den Immunschutz prägt
Interview mit Sido
"Mein Problem war selbst für die Profis relativ neu"
Zur SZ-Startseite