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Studienfinanzierung:Eigenes Geld verdienen als Werkstudent oder Praktikant

Jobs als Werkstudent

Viele große Konzerne, aber auch Mittelständler ergänzen ihr Team immer wieder um Werkstudenten. Die Aufgaben reichen von Hilfstätigkeiten bis hin zu anspruchsvollen Aufträgen. Die Jobs sind begehrt, weil sie oft besser bezahlt werden als Minijobs und den Studenten die Möglichkeit bieten können, später eine feste Stelle im Unternehmen zu bekommen. Wer in Vollzeit an einer Hochschule eingeschrieben ist und dabei mehr als 450 Euro verdient, profitiert vom sogenannten Werkstudentenprivileg. Die Studenten müssen keine zusätzlichen Beiträge zur Kranken-, Pflege und Arbeitslosenversicherung zahlen, wie hoch der Verdienst auch sein mag. Das gilt aber nur, wenn sie nur bis zu 20 Stunden pro Woche neben der Uni arbeiten.

In Vollzeit dürfen sie nur dann für das Unternehmen tätig sein, wenn sie für höchstens drei Monate befristet eingestellt werden oder in den Semesterferien voll arbeiten. In die Rentenkasse müssen erwerbstätige Studenten, die mehr als 450 Euro verdienen, immer einzahlen. Verdient ein Student monatlich beispielsweise 900 Euro, gehen davon 84,15 Euro in die Rentenversicherung. Das sind 9,35 Prozent des Gehalts; der Arbeitgeber zahlt seinen Anteil in der gleichen Höhe.

Das Praktikum

Die meisten Studenten absolvieren Praktika, um das Wissen aus der Uni in der Praxis anzuwenden und Kontakte zu knüpfen. Doch bezahlte Praktika können durchaus dazu beitragen, den Lebensunterhalt über einen gewissen Zeitraum zu finanzieren. Studierende Praktikanten sollten aber wissen, dass der Mindestlohn, anders als bei Minijobs, nur eingeschränkt gilt. So erhalten Studenten, die ein in der Studienordnung vorgeschriebenes Pflichtpraktikum machen, keinen Mindestlohn. Auch für freiwillige Praktika, die nicht länger als drei Monate dauern, gilt das Gesetz nicht.

Wer ein freiwilliges Praktikum absolviert, das länger als drei Monate dauert, kann hingegen mit dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde planen. Vier Prozent der Praktikanten erhalten für ihre Arbeit gar kein Geld, zeigt der Praktikantenspiegel, eine jährliche Studie der Unternehmensberatung Clevis.