Hochschulen - Potsdam:Mietpreise für Studierende meist weit über Wohnpauschale

Berlin/Frankfurt (dpa/lhe) - Die Bafög-Wohnkostenpauschale von 250 Euro für Studierende reicht nach einer aktuellen Untersuchung bei weitem nicht für die durchschnittliche Monatsmiete. Schon ein Platz in einer Wohngemeinschaft kostet laut einer Studie des Moses-Mendelssohn-Instituts in Kooperation mit dem Immobilienportal "WG-Gesucht.de" derzeit im Schnitt 353 Euro (2016: 349 Euro). Teuerster Standort ist München mit 570 Euro vor Frankfurt/Main (450 Euro). Wer in den Hochschulstädten eine Wohnung für sich allein mieten will, muss noch mehr bezahlen.

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Berlin/Frankfurt (dpa/lhe) - Die Bafög-Wohnkostenpauschale von 250 Euro für Studierende reicht nach einer aktuellen Untersuchung bei weitem nicht für die durchschnittliche Monatsmiete. Schon ein Platz in einer Wohngemeinschaft kostet laut einer Studie des Moses-Mendelssohn-Instituts in Kooperation mit dem Immobilienportal "WG-Gesucht.de" derzeit im Schnitt 353 Euro (2016: 349 Euro). Teuerster Standort ist München mit 570 Euro vor Frankfurt/Main (450 Euro). Wer in den Hochschulstädten eine Wohnung für sich allein mieten will, muss noch mehr bezahlen.

Das Institut geht davon aus, dass die Durchschnitts-Bestandsmieten aus der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zu niedrig angesetzt sind. Dabei würden nämlich "zu einem erheblichen Teil auch Angaben der Studenten einfließen, die seit mehreren Jahren in der gleichen Unterkunft leben oder die durch soziale Kontakte - etwa zu ausziehenden Kommilitonen - günstig an eine Wohnung gekommen sind".

Institutsdirektor Stefan Brauckmann sagte: "Studierende, die in der bisher fremden Hochschulstadt noch nicht vernetzt sind und deshalb auf dem freien Markt suchen, zahlen häufig wesentlich mehr." Die teilweise in den 70er oder 80er Jahren errichteten Wohnheime könnten nur begrenzt weiterhelfen: "Da solche subventionierten Unterkünfte für nicht einmal jeden zehnten Studierenden zur Verfügung stehen, ist die Platzvergabe gerade in Städten mit einem hohen Gefälle zwischen Wohnheimpreisen und den Neuvermietungspreisen mit unkalkulierbaren Wartelisten verbunden.

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