Berlin:Auschwitz Komitee kritisiert Antisemitismus an Schule scharf

Berlin (dpa) - Das Internationale Auschwitz Komitee hat die antisemitischen Vorfälle an einer Berliner Schule scharf kritisiert. Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz reagierten mit Empörung auf die Berichte über das antisemitische Mobbing eines Neuntklässlers an der John-F.-Kennedy Schule, teilte die Organisation am Freitag mit. Der geschäftsführende Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, übte scharfe Kritik an der Schulleitung: "Besonders empörend für die Auschwitz-Überlebenden ist die völlige pädagogische und politische Unfähigkeit der beteiligten Schuldirektion, die wieder einmal über Monate nichts merkt."

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Berlin (dpa) - Das Internationale Auschwitz Komitee hat die antisemitischen Vorfälle an einer Berliner Schule scharf kritisiert. Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz reagierten mit Empörung auf die Berichte über das antisemitische Mobbing eines Neuntklässlers an der John-F.-Kennedy Schule, teilte die Organisation am Freitag mit. Der geschäftsführende Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, übte scharfe Kritik an der Schulleitung: „Besonders empörend für die Auschwitz-Überlebenden ist die völlige pädagogische und politische Unfähigkeit der beteiligten Schuldirektion, die wieder einmal über Monate nichts merkt.“

Heubner sprach mit Blick auf die antisemitische Diskriminierung im Umfeld der elitären Schule von einer „völlig neuen Dimension des alltäglichen Antisemitismus“. „Es offenbart sich ein Ausmaß der Verrohung, das weit über die bisher widerstrebend eingestandenen Konflikterfahrungen mit dem alltäglichen antisemitschen Hass an Schulen in Deutschland hinausgeht.“

Die Leitung der deutsch-amerikanischen Kennedy-Schule erfuhr nach eigenen Angaben am 7. Juni vom Fall des 15-Jährigen, der durch antisemitisches Mobbing durch Mitschüler wohl tiefe seelische Verletzungen davontrug. Wie lange der jüdische Schüler vorher von Schulkameraden drangsaliert und beleidigt worden sei, könne er nicht sagen, hatte der Leiter der Oberschulsparte, Steffen Schulz, am Donnerstag erklärt.

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