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Umstrittener Sänger:Xavier Naidoo darf in Rosenheim spielen

Xavier Naidoo.

(Foto: Markus Schreiber/AP)

Dem Sänger wird vorgeworfen, mit den "Reichsbürgern" zu sympathisieren. Die Stadt will trotz heftiger Diskussion den Auftritt mit den Söhnen Mannheims im Sommer aber nicht absagen.

Im Streit über den geplanten Auftritt des politisch umstrittenen Sängers Xavier Naidoo beim Rosenheimer Sommerfestival im Juli haben sich die Räte der oberbayerischen Stadt am Mittwochabend teils heftige Wortgefechte geliefert. Als Ergebnis der Debatte steht nun sogar eine Klagedrohung gegen SPD-Fraktionssprecher Robert Metzger im Raum.

Anlass war ein letztlich erfolgloser Antrag der SPD an den Rat, sich von einer Presseerklärung der Stadt zu distanzieren. In der Erklärung hatte Stadtsprecher Thomas Bugl die Forderung der Grünen Jugend und mehrerer linker Gruppen zurückgewiesen, den Auftritt Naidoos mit den Söhnen Mannheims abzusagen, weil dieser mit "Reichsbürgern" sympathisiere und teils homophobe und antisemitische Zeilen singe. Bugl hatte dagegen in seiner Erklärung auf die "Gesinnungsschnüffelei" der Nazizeit verwiesen und sich damit wieder wütende Reaktionen von SPD und Grünen eingehandelt. OB Gabriele Bauer (CSU) und die Mehrheit im Rat stellten sich hinter Bugls Erklärung, doch Metzger rückte sie in die Nähe von AfD und Pegida. Dies wolle nun "ein Verfasser" der Erklärung nicht hinnehmen und erwäge rechtliche Schritte etwa wegen übler Nachrede, hieß es am Donnerstag aus dem Rathaus.

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