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Statistik:Die Zahlen steigen in ganz Deutschland

Brand in zukünftiger Asylbewerberunterkunft

Auch in Reichertshofen gab es einen Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft (16. Juli).

(Foto: dpa)

Das sind nicht etwa alle Straftaten gegen Ausländer, sondern nur die, bei denen die Polizei davon ausgeht, dass die Straftat aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen Nationalität, Volkszugehörigkeit, Rasse, Hautfarbe, Religion oder Herkunft des Opfers verübt wurde.

Betrachtet man rechte Gewalttaten, ergeben sich ähnliche Tendenzen. Rechte Gewalttäter verletzten 2014 insgesamt 86 Personen, im ersten Halbjahr 2015 waren es schon 60.

Drei Mal so viele Straftaten gegen Asylheime

Diese Entwicklungen gibt es allerdings nicht allein in Bayern, in ganz Deutschland steigen die Zahlen. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes gab es von Januar bis November deutschlandweit 637 Straftaten gegen Asylbewerberheime, dreimal so viele wie 2014.

Und zumindest 2014 gab es in Sachsen, Berlin und in Nordrhein-Westfalen noch mehr Übergriffe als in Bayern.

Katharina Schulze von den Grünen hat die Anfrage im Landtag an das Innenministerium gestellt und bearbeitet das Thema rechte Gewalt schon länger. "Wir plädieren dafür, dass Kapazitäten bei der Polizei umgeschichtet werden und rechte Gewalt und Gewalt gegen Ausländer und Flüchtlinge mehr Aufmerksamkeit bekommt", sagt Schulze.

Flüchtlinge Angriffe auf Flüchtlingsheime häufen sich dramatisch
Fremdenfeindlichkeit

Angriffe auf Flüchtlingsheime häufen sich dramatisch

Das Bundesinnenministerium zählte im ersten Halbjahr 202 Angriffe auf Flüchtlingsheime - so viele wie im gesamten Jahr 2014.

Neue Stellen bei Polizei und Verfassungsschutz

Ihre Partei brachte einen Dringlichkeitsantrag in den Landtag ein, in dem sie die Staatsregierung unter anderem auffordert, ein Verbot der neonazistischen Gruppierungen "Die Rechte" und "Der III. Weg" zu initiieren und die Pegida-Bewegung vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Die bayerische Staatsregierung sagt, es werde ohne Toleranz gegen Rechtsextremismus vorgegangen.

Zum 1. Januar würden 580 neue Stellen bei der Polizei und 62 Stellen beim Verfassungsschutz geschaffen, die sich aber nicht nur mit dem Bereich "Rechts" beschäftigen würden. Man tue alles, um Asylbewerberheime zuschützen, die Maßnahmen würden "anlassbezogen intensiviert". Wie die Polizei vorgehe, darüber könne man aus "einsatztaktischen Gründen" keine Auskunft erteilen.