Notstand in der Pflege:Hunderte Hilferufe bei neuem Pflege-SOS

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Notstand in der Pflege: Der kostenlose und anonyme Pflege-SOS-Dienst wird rege genutzt, um Missstände in Pflegeheimen anzuzeigen.

Der kostenlose und anonyme Pflege-SOS-Dienst wird rege genutzt, um Missstände in Pflegeheimen anzuzeigen.

(Foto: Ute Grabowsky/imago images/photothek)

Schlechte Betreuung, fehlendes Personal und sogar Gewalt gegen gebrechliche Menschen: Beim Landesamt für Pflege in Bayern sind seit März mehr als 400 Beschwerden eingegangen. Die Gewerkschaft Verdi spricht von der "Spitze des Eisbergs".

Von Klaus Ott

Es sind erschreckende Zahlen, die Bayerns Landesamt für Pflege registriert. Erschreckend deshalb, weil es um menschliche Schicksale geht. Das in Amberg in der Oberpfalz ansässige Landesamt hat im Frühjahr einen Notruf eingerichtet, einen Pflege-SOS. Dort können, auch anonym, Missstände in Heimen oder bei der ambulanten Betreuung gemeldet werden. Seit dem 7. März gibt es den Pflege-SOS. Seither sind bereits 427 Beschwerden aller Art eingegangen.

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