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Schleuser:"Schlimmer als ein Schafstransport"

Eine Passauer Richterin verurteilt einen Spediteur zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis. Er hatte 40 Menschen nach Deutschland geschmuggelt.

Für die Schleusung von mehr als 40 Migranten nach Deutschland muss ein Spediteur für drei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Passau verurteilte den 47 Jahre alten Mann wegen illegalen Einschleusens von Ausländern unter menschenunwürdigen und lebensgefährlichen Bedingungen - jedoch nicht gewerbs- und bandenmäßig. Weitere Schleusungen hätten dem Mann nicht nachgewiesen werden können, sagte Richterin Ursula Raab-Gaudin am Donnerstag. "Schlimmer als ein Schafstransport", bezeichnete sie die Fahrt. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Die Flüchtlinge aus dem Irak, Iran, Syrien und Somalia wurden im März des vergangenen Jahres von einem Fahrer aus Rumänien nach Niederbayern gebracht und in einem Waldstück nahe Ruhstorf an der Rott im Landkreis Passau ausgesetzt. Die Temperaturen betrugen damals zwischen null und minus acht Grad. Die Fahrt in dem Lkw soll 24 Stunden gedauert haben. Der Lastwagen war mit Holzpaletten beladen, hinter denen sich die Flüchtlinge, darunter auch neun Kinder, versteckten. Als der Lastwagen abbremste, verrutschten dabei die Paletten und verletzten dadurch mehrere der Migranten.

Die Behandlung sei äußerst erniedrigend gewesen und brandgefährlich, sagte Richterin Raab-Gaudin. Sie sprach im Prozess vom "Gipfel der Demütigung" und der "verwerflichsten Form des Transportes von Menschen". Der 47-jährige Mann, der in Brühl in Baden-Württemberg eine Spedition betreibt, hatte angegeben, gezwungen worden zu sein, seinen Lastwagen für die Schleusung zur Verfügung zu stellen. Den Lastwagenfahrer hatte das Gericht bereits in einem separaten Verfahren zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt.

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