Schloss Herrenchiemsee:Des Königs Gier nach Schneerahmtörtchen

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Schloss Herrenchiemsee: Die Hauptanlage des Schlossparks verläuft axial zu den beiden Hauptfronten des Schlosses. Zugrunde liegt dabei die Vorstellung vom Garten, der weniger dem Spaziergang dienen, als von den Fenstern der Prunkräume aus wirken sollte.

Die Hauptanlage des Schlossparks verläuft axial zu den beiden Hauptfronten des Schlosses. Zugrunde liegt dabei die Vorstellung vom Garten, der weniger dem Spaziergang dienen, als von den Fenstern der Prunkräume aus wirken sollte.

(Foto: Michael Malorny/imago images/Westend61)

Ludwig II. war süßigkeitenliebend, stark zahngeplagt und ein visionärer Bauherr. Das beweist Schloss Herrenchiemsee - in den Augen von Historiker Marcus Spangenberg viel mehr als eine Kopie von Versailles. Eine Erkundungstour.

Von Hans Kratzer, Herrenchiemsee

Ein Mensch, der andauernd von Zahnweh geplagt wird, kann auf gar keinen Fall glücklich sein, selbst wenn er ein König ist. Ein herausragendes Opfer seiner kaputten Zähne war der Bayernregent Ludwig II., der einerseits ein visionärer Bauherr war, sich aber andererseits wie ein Häuflein Elend seinen Schmerzen ergeben musste. Wenn der Historiker Marcus Spangenberg, der die Vita Ludwigs II. wie kaum ein Zweiter kennt, die Litanei von Ludwigs Zahndesaster herunterbetet, setzt in den Plomben seiner Zuhörer unweigerlich ein anschwellender Phantomschmerz ein. Die Schilderungen sind mental kaum auszuhalten, aber spätestens in diesem Moment weiß man, dass früher nicht alles besser war.

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