Bamberg:Lebenslange Haft für Mord des Sohnes gefordert

Wegen der Ermordung seines eigenen neunjährigen Sohnes könnte ein 51 Jahre alter Mann zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt werden. Die Staatsanwaltschaft habe eine Verurteilung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe gefordert, teilte das Landgericht Bamberg am Mittwoch mit. Das Urteil soll an diesem Freitag fallen.

Der 51-Jährige hatte sich beim Auftakt des Prozesses Mitte Oktober geständig gezeigt: Er habe seinen neunjährigen Buben im März dieses Jahres erst mit einem Metallbügel geschlagen und anschließend mit bloßen Händen gewürgt, bis dieser sich nicht mehr bewegte. Laut der Anklage war der Mann von Existenzängsten getrieben und litt zudem an einer Depression. Laut der Darstellung wollte er an dem Sonntagmorgen im März 2021 auch sich selbst umbringen, schaffte es dann allerdings doch nicht, sich selbst etwas anzutun.

Die Vertretung der Nebenklage forderte im Prozess außerdem die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Die Verteidigung des 51-Jährigen beantragte ebenfalls eine Verurteilung wegen Mordes, will aber eine verminderte Schuldfähigkeit des Angeklagten geltend machen.

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