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Gstanzlsängerin im Porträt:Die Maierin, die Matz

Gstanzlsängerin Renate Maier in Schardenberg, 2018

"I brauch ned viel, a bissl gstanzln und a bissl a Lebensfreude", sagt Renate Maier.

(Foto: Sebastian Beck)

Renate Maier nimmt es rhetorisch locker mit Rappern auf. Die Rottalerin ist Gstanzlsängerin. Ihre edelste Pflicht: den Großkopferten die Leviten zu lesen.

Der Münchner Hip-Hop-Musiker Roger Rekless ist keineswegs auf den Mund gefallen. Ganz im Gegenteil: Rhetorisch agiert er geschickt und wendig, er moderiert ja unter anderem auch Fernsehsendungen. Neulich aber lernte er eine Bäuerin kennen, die imstande ist, ihn an Witz und Schlagfertigkeit noch zu übertreffen. Der BR-Jugendkanal Puls hat das denkwürdige Treffen dieser beiden Kulturschaffenden arrangiert, auf Youtube ist es dokumentiert. Die aus dem Rottal stammende Gstanzlsängerin Renate Maier und Roger Rekless lieferten sich dabei einen verbalen Schlagabtausch, sie trafen sich quasi zum Battle-Rap, wie dieses Genre in der Szene heißt. Dabei versucht man sich mit den Mitteln eines treibenden Sprechgesangs gegenseitig zu übertrumpfen. Renate Maier ist keine Rapperin, aber als Sängerin pflegt sie ganz virtuos eine bayerische Urvariante des Battle-Rap, das Gstanzl. In der Sendung erkannte Rekless sehr schnell, dass er seine Meisterin gefunden hatte.

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