Bildung:"Corona-Tourismus" an Berufsschulen

Das große Einzugsgebiet und der Wechsel zwischen Schule und Betrieb stellt die Berufsschulen in Bayern während der Corona-Pandemie vor eine besonders große Herausforderung. Pankraz Männlein vom Verband der Lehrer an beruflichen Schulen (vlb) spricht von einem "Corona-Tourismus". Schülerinnen und Schüler reisten oft von weit her an die Schulen und kehrten anschließend wieder in ihre Betriebe und Familien zurück. Vielen wohnten auch in Wohnheimen. "Das Infektions- und Verbreitungsrisiko steigt dadurch enorm, insbesondere mit der hochinfektiösen Omikron-Variante", sagte der vlb-Vorsitzende. Der Verband forderte deshalb die Staatsregierung auf, Lösungen zu finden. "Unsere Schulen benötigen mehr Flexibilität vor Ort und die Möglichkeit, situationsentsprechend in den Distanzunterricht wechseln zu können", forderte Männlein. "Politik und Bildungsverwaltung stehen in der Verantwortung, dass das Virus nicht von Landkreis zu Landkreis getragen wird." Wolle man das Infektionsgeschehen an den Schulen eindämmen oder niedrig halten, müsse man jetzt beherzt handeln.

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