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Bei Sotheby's entdeckt:Verschollen geglaubte Fugger-Putten zurück in Augsburg

(Foto: Sotheby's Paris)

Vor rund 200 Jahren hatte sich ihre Spur verloren. Nun sind zwei Skulpturen, die ursprünglich aus der Kirche St. Anna stammen, am Montag in Augsburg präsentiert worden.

Die Stadt Augsburg hat zwei historische Putten zurückbekommen, die mehr als 200 Jahre lang als verschollen galten. Die Steinskulpturen wurden zufällig im französischen Auktionshandel wiederentdeckt und seien eine "kunsthistorische Sensation", sagte der leitende Museumsdirektor der Stadt, Christof Trepesch, am Montag. Die Putten hatten bis Anfang des 19. Jahrhunderts die Fuggerkapelle in der evangelischen St. Anna Kirche in Augsburg geziert - danach verlor sich die Spur.

Von der Existenz der Kleinkinder-Figuren wusste laut Trepesch bis zur Auktion im Mai niemand. Die Stadt Augsburg hatte sie daraufhin mit der Ernst-von-Siemens-Kunststiftung, dem Bund und der Kulturstiftung der Länder für 2,5 Millionen Euro in Paris ersteigert. Die Putten sind ab sofort im Maximilianmuseum der Kunstsammlungen und Museen Augsburg zu sehen. Dort gesellen sie sich zu den zwei verbliebenen originalen Putten aus der Kapelle, die 2017 zum Schutz vor Diebstahl und Vandalismus ins Museum umgezogen sind. Die Fuggerkapelle, als Grablege der Familie gestiftet, gilt als ein Hauptwerk der deutschen Renaissance.

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