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Umfrage:Regensburger wünschen sich Wolbergs' Rücktritt

Joachim Wolbergs

Der Oberbürgermeister von Regensburg, Joachim Wolbergs (SPD).

(Foto: dpa)

Dafür sprechen sich in einer Umfrage drei von vier Befragten aus. Seit bald einem Jahr wird gegen den Oberbürgermeister ermittelt.

Eine große Mehrheit der Regensburger wünscht sich den Rücktritt des suspendierten Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs. Dafür sprachen sich in einer Umfrage der Mittelbayerischen Zeitung 75 Prozent der Befragten aus. Seit bald einem Jahr ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den SPD-Politiker, der unter dem dringendem Verdacht der Bestechlichkeit steht.

Wegen der Ermittlungen hatte ihn die Landesanwaltschaft im Januar vorläufig vom Dienst suspendiert. Einen Rücktritt aber lehnt Wolbergs bis heute ab und beteuert seine Unschuld. Solange er an seinem Amt festhält, kann bis zum Ende der regulären Amtsperiode im Februar 2020 kein neuer OB gewählt werden.

Auch bei der Frage nach dem beliebtesten Regensburger Politiker stürzt der suspendierte OB ab. Lag er bei den Umfragen der vergangenen Jahre stets an der Spitze der Beliebtheitsskala, findet er sich nun nur mehr auf dem vorletzten Platz der Rangfolge wieder. Hinter Joachim Wolbergs rangiert nur noch Norbert Hartl, der ebenfalls zu den Beschuldigten in der Korruptionsaffäre gehört und Ende Januar als SPD-Rathausfraktionschef zurückgetreten ist.

An seinem Stadtratsmandat hält Hartl aber immer noch fest. Trotzdem bemerkenswert ist, dass nur gut die Hälfte der Befragten die Arbeit des suspendierten OB negativ bewerten. Etwa 27 Prozent beurteilten Wolbergs' Arbeit sogar positiv. Für die als repräsentativ bezeichnete Umfrage der Zeitung hatte das Meinungsforschungsinstitut Mafotools 360 Regensburger befragt.

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