Fahrt in die E-Zukunft: Tesla Starke Partner sind eingestiegen

Werbetour ins Fürstentum

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"Vom Model S wollen wir zunächst 20.000 Stück pro Jahr bauen", kündigt Straubel an. Auf derselben Plattform wird 2013 auch ein SUV entstehen, und einen neuen Roadster können wir uns auch vorstellen."

Die Verluste von Tesla haben 2010 mit mehr als 150 Millionen US-Dollar einen neuen Höhepunkt erreicht, da kann man das Selbstbewusstsein der Kalifornier wohl nur vor dem Hintergrund der vergangenen vier Jahre verstehen.

Noch bevor Musk selbst die Geschäftsführung bei Tesla übernahm, hatte er 2007 Kontakt mit Daimler aufgenommen. Die Stuttgarter starteten damals ihren Flottenversuch mit E-Mobilen in London. Der Elektro-Smart war mit einer Akku-Technologie unterwegs, die noch aus den neunziger Jahren stammte. Für einen Serieneinsatz war diese veraltete Akku-Technologie nicht zu gebrauchen.

Elon Musk ging einen anderen Weg. Statt wie andere Hersteller auf Lithium-Ionen-Zellen zu warten, die speziell für den Einsatz im Automobil entwickelt wurden, nutzte der Tesla Roadster rund 7000 Zellen aus der Consumer-Industrie. Die Laptop-Batterien verloren in der Kälte zwar stark an verfügbarer Energie. Dafür waren sie mit einer aufwendigen Sicherheitsarchitektur gegen Überhitzung geschützt und auch beim Laden und Entladen der Akkus ihrer Zeit voraus.

Mit seinem Batterieantrieb konnte Musk schließlich auch die Skeptiker in Stuttgart überzeugen. Zuvor hatten die Newcomer innerhalb von sechs Wochen einen eigenen Elektro-Smart auf die Räder gestellt. Der Benziner wurde ausgeschlachtet und mit dem elektrischen Antriebsstrang des Tesla Roadsters ausgerüstet. Im Innenraum sah man nichts von der Verwandlung, aber in Fahrt war der Unterschied deutlich zu spüren. Lohn der Tag- und Nachtschichten des Tesla-Teams war ein Daimler-Auftrag über 1500 Antriebssysteme für den Smart.

Aus dem Dienstleistungsverhältnis entwickelte sich eine strategische Kooperation zwischen Old und New Economy. Daimler übernahm 2009 knapp zehn Prozent der Tesla-Firmenanteile für 50 Millionen US-Dollar. "Das ist ein wichtiger Schritt, um die weltweite Kommerzialisierung von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen", jubelte Mercedes-Entwicklungschef Thomas Weber.

Dr. Strom und Mr. Heiß

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