Riesen-SUV Mercedes GL Typisch Mercedes: viel Komfort

Auch beim Fahrkomfort will Mercedes mit dem GL die Konkurrenz auf Distanz halten. Serienmäßig ist jetzt eine Luftfederung (Airmatic) an Bord. Zudem betrieb man einen hohen Aufwand bei der Geräuschdämmung. Mit Erfolg. Weder Wind-, Abroll- noch Antriebsgeräusch dringen zu den Insassen vor. Man glaubt mit dem Luxus-SUV förmlich über der Straße zu schweben. Daran nicht ganz unbeteiligt sind die leisen Motoren, Diesel wie Benziner. Zum Marktstart stehen drei Modelle zur Auswahl. Auf der Benzinseite sind dies der GL500 mit einem 4,7 Liter großen V8-Benziner und 435 PS sowie erstmals eine AMG-Variante (GL63 mit 557 PS).

Der Innenraum einer Mercedes-Benz GL-Klasse ist riesig.

(Foto: dapd)

In Deutschland werden allerdings neun von zehn Kunden der Vernunft folgend zum Diesel GL350 Bluetec greifen, den auch wir für eine erste Testfahrt auswählten. Der überarbeitete Sechszylinder-Selbstzünder leistet 258 PS und liefert bereits bei 1600/min sein höchstes Drehmoment von 620 Newtonmetern. Mehr als genug für eine wunderbar entspannte Fahrweise. Zudem verspricht Baureihen-Chef Andreas Zygan einen Normverbrauch von 7,4 Liter, 20 Prozent weniger als zuvor. "Unsere 192 Gramm CO2 sind ein Klassenbestwert."

Das gilt auch für den Preis. Der Diesel startet bei 72.471 Euro. Der GL500 kostet 94 605 und die AMG-Variante immerhin 130 305 Euro. Dass es dabei freilich nie bleibt, zeigt schon ein flüchtiger Blick in die 46 Seiten dicke Preisliste. Zugutehalten muss man dem Stuttgarter Fahrzeugbauer allerdings, den GL schon von Haus aus opulent ausgestattet und in der Summe ein äußerst vielseitiges Auto auf die Räder gestellt zu haben. Komfortabel und sicher wie eine Luxuslimousine, Platz wie in einem Van, vielseitig wie ein großer Kombi und fähig, sich in bester Offroad-Manier auch abseits des Asphalts seinen Weg zu suchen.

Mercedes GL 63 AMG

Über den Überfluss