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Neue Lichttechnik:Licht am Auto wird zum Designobjekt

Das neuartige Lichtdesign ließe sich bei Nacht eindeutig der weißblauen Marke zuordnen: Entsprechend groß ist das (Überhol-)Prestige durch die Hightech-Beamer. Der markentypische Wiedererkennungswert wäre nahezu unbezahlbar.

Das sieht auch Lichtexperte Huhn so: "Die Wettbewerber holen auf, wir müssen sehen, dass wir vorne bleiben." Entscheidend für die Nachtsicht sind aber nicht nur die Lichtstärke und -verteilung, sondern auch die Sehgewohnheiten des Menschen.

Das Risiko, im Straßenverkehr zu verunglücken, ist in den Nachtstunden doppelt so groß wie tagsüber - obwohl Nachtfahrten an sich nur 20 Prozent des Verkehrsaufkommens ausmachen. Herkömmliches Abblendlicht ermöglicht dem Autofahrer bei Nacht eine theoretische Sichtweite von etwa 50 bis 85 Meter.

Doch am Rand des Lichtkegels sind nur die Schuhe von Menschen zu sehen. Bis die ganze Silhouette am Straßenrand erkannt wird, vergeht wertvolle Zeit. Würden wir tatsächlich auf Sicht fahren, dürfte bei Dunkelheit genau genommen niemand mit mehr als 80 km/h unterwegs sein.

Schon bei diesem gemäßigten Tempo beträgt der gesamte Anhalteweg 63 Meter - er ist also länger, als der Fahrer für gewöhnlich sieht. Adaptive Scheinwerfersysteme, die den (Fern-)Lichtkegel punktgenau je nach Verkehr einstellen können, sind daher bei vielen Herstellern in der Entwicklung.

© SZ vom 05.12.2011/gf

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