VerkehrswendeSieben Vorbilder für mehr Mobilität auf dem Land

Ohne eigenes Auto geht es in der Provinz nicht, so das Klischee. Doch auch in dünn besiedelten Gebieten gibt es Alternativen. Wenn die Bürger sich selbst organisieren.

Von Felix Reek

S-Bahnen im Minutentakt, Tram, E-Scooter, Uber, Carsharing - wer in einer der deutschen Metropolen wie Berlin, München oder Hamburg lebt, braucht sich keine Gedanken zu machen, wie er von A nach B kommt. Ein eigenes Auto ist kaum noch nötig. Ganz anders sieht das abseits der Großstädte aus. In vielen Ortschaften fährt der Bus nur ein paar Mal am Tag, es gibt keine Bahnhöfe, geschweige denn ein öffentliches Verkehrsnetz, das seinen Namen verdient. Carsharing-Anbieter wie Sharenow oder Sixtshare verirren sich nicht hierher, denn jeder Haushalt besitzt mindestens ein Auto. Oder zwei. Lösungsansätze der Politik, diesen Misstand zu beheben, gibt es kaum. Stattdessen konzentriert die sich auf die überfüllten Ballungsräume. Abseits dieser Gebiete entstehen Mobilitätsalternativen vor allem durch das Engagement der Bürger.

Bild: Alessandra Schellnegger 18. Januar 2020, 05:212020-01-18 05:21:51 © SZ.de/dd