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Mercedes SLS AMG:Das feuerrote Spaßmobil

Über 50 Jahre hat es gedauert, bis Mercedes wieder einen Flügeltürer ins Programm nahm. Der Neue erwies sich auf Anhieb als Meister der drei S: Spaß, Souveränität, Supersportwagen.

Eins gleich vorweg, zum Kapitel Supersportwagen (unser drittes S): Der SLS ist so sportlich, wie wir es von einem Mercedes eigentlich schon nicht mehr erwartet haben.

Mercedes SLS AMG

Theater-Türer

Weder der Frauen- und laut Mercedes inzwischen auch Männerversteher SLK noch der offene Dauerbrenner SL können da mithalten. Konkurrenz, wenn überhaupt, kommt aus einer völlig anderen Ecke.

Für alle anderen ist es aber auch schwer. Denn beim SLS setzten die Schwaben (zugegeben: unser viertes S) alles auf eine Karte. Flügeltüren, Aluminiumkarosse, 6,3-Liter-V8, 571 PS und 317 km/h Spitze - das sind klare Ansagen in Zeiten, in denen jeder Hersteller eigentlich mit Euro 6, Hybridantrieb, Akkumodulen oder Effizienzprogrammen kämpfen sollte.

Aber schon im Alltagsbetrieb zeigt sich, dass eine mögliche Zukunft nicht immer alles sein kann: Es gibt während unseres Testbetriebs keinen Menschen, der sich nicht über den Anblick des Flügeltürers freut.

Allgemeiner Tenor: Endlich mal wieder 'was richtig Schönes! Ähnlich war es nur, als wir zum ersten Mal mit dem Audi R8 vorgefahren sind. Der große Seufzer der Erleichterung damals: Endlich mal kein 911er!

Mercedes SLS Roadster

Die Flügel gestutzt