bedeckt München 20°

Mercedes SLK:Die Sonne bleibt draußen

Im SLK wird das Dach auf Knopfdruck zur Sonnenbrille. Unter freiem Himmel betütteln dafür Nackenheizung und allerlei Helferlein den Piloten - dabei sollte Daimlers Roadster doch wieder ein Männerauto werden.

Ist die Brieftasche nicht dick genug für einen SLS AMG? Dann bietet sich der zweitschönste Sportwagen mit Stern an. Dass der neue SLK mit seiner bullig-breiten Front stark an den SLS erinnert, haben die Designer einkalkuliert.

Mercedes SLK

Das Dach als Sonnenbrille

Männlich soll der Roadster wirken und sein Image vom Schönwetterauto für die Damenwelt - der weibliche Kundenanteil liegt bei 40 Prozent - abschütteln.

Die Sitzposition ist schon mal vielversprechend. Das unten abgeflachte Lenkrad liegt perfekt in den Händen, man parkt in den straffen Sitzen fast über der Hinterachse. Motorhaube und Kotflügel des 4,1 Meter langen Roadsters bestehen aus Aluminium, ein rechtes Leichtgewicht ist der SLK mit 1,5 Tonnen aber nicht.

Ein kleiner Lademeister dafür schon: 335 Liter Gepäck schluckt der Wagen bei offenem Verdeck, bei geschlossenem immerhin noch 225 Liter.

Der Clou ist das durchsichtige Klappdach namens "Magic Sky Control". In dem Mineralglas befinden sich elektrisch erregbare Nanopartikel. Auf Knopfdruck fließt ein wenig Strom, das Glasdach verdunkelt sich. Schien eben noch das Tageslicht schon etwas gedämpft, aber in natürlichen Farben auf die Insassen, schrumpft die Sonne nun zum kleinen hellen Fleck mit bläulicher Aura. Das 2380 Euro teure Dach filtert bis zu 80 Prozent der UV-Strahlung aus dem Sonnenlicht.

Das SLK-Variodach gibt es auch ganz ohne Magie mit gewöhnlichem Glaseinsatz oder einfach nur lackiert. Der Schalter zum Öffnen und Schließen ist auf der Mittelkonsole unter einem Kläppchen verborgen.

Mercedes SLK 2011

Auf Wunsch mit Glaskuppel