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Elektroauto Tango T600:Feuriger Asphalt-Tanz

Das Elektroauto Tango sieht aus wie ein Krankenfahrstuhl, doch der sündhaft teure Winzling leistet Unglaubliches - wenn man ihn sich leisten mag.

Man stelle sich folgendes Bild vor: Ein Leichtathlet steht auf dem Startblock zum 100-Meter-Lauf, neben ihm eine alte Dame mit ihrem Rollator. Der Startschuss fällt, der Athlet sprintet davon - doch wie vom Blitz getroffen rast die alte Dame an ihm vorbei und gewinnt das Rennen.

Commuter Cars Tango T600

Tango T600: Das Wägelchen ist so schmal, dass zwei Tangos nebeneinander auf einer Fahrspur unterkommen. Auf den ständig verstopften Freeways der amerikanischen Metropolen ist man mit dem Tango so beweglich wie mit einem Motorrad.

(Foto: Foto: Pressinform)

So ungefähr ergeht es Sportwagenfahrern, wenn sie vom Tango T600 überholt werden. Auf den ersten Blick sieht das nur 99 Zentimeter breite, 2,5 Meter lange und 1,5 Meter hohe Vehikel von Commuter Cars aus Washington nämlich aus wie ein modernes Golfwägelchen. Es würde sich perfekt in die vielen elektrischen "Neighbourhood Vehicles" einreihen, mit denen in den USA manche Leute in gemütlichem Tempo zum Einkaufen zuckeln.

Doch der Tango hat es faustdick hinter den Reifen. Das Fahrzeug mit der Karosserie aus Karbonfaser und Kevlar und dem massiven Überrollkäfig aus Stahl wird von 600 Kilowatt starken Elektromotoren angetrieben. Das entspricht mehr als 800 PS. Der Tango beschleunigt mühelos in weniger als vier Sekunden auf 0 auf 100 km/h.

"Er könnte noch schneller sein, doch dann gäbe es einfach Traktionsprobleme", sagt Rick Woodbury, Chef von Commuter Cars. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 135 Meilen pro Stunde, umgerechnet 217 km/h. Es seien auch schon Tests mit 270 km/h absolviert worden, berichtet Rick Woodbury stolz. Der zurückhaltende Mann mit dem schütteren grauen Haar freut sich darüber, dass sein Tango ein echter "Street Sleeper" ist - ein Fahrzeug also, dem man sein enormes Potenzial von außen nicht ansieht.

Elektroauto Tango T600

Feuriger Asphalt-Tanz