Umweltstiftung WWF in der Kritik Die Rückkehr der Großwildjäger

Der WWF setzt sich in seinen Kampagnen vorwiegend für große, charismatische Tiere ein - oft Tiger, Wale, Eisbären, Elefanten. Jüngst machte pikanterweise der König von Spanien Schlagzeilen, als er sich bei der Elefantenjagd in Botsuana eine Hüfte brach. Juan Carlos ist spanischer WWF-Ehrenpräsident und Großwildjäger - mit diesem Hobby kommt er in der Führungsriege des WWF keineswegs allein daher.

Prinz Philipp von Großbritannien, einst WWF-Präsident, erlegte zumindest einen Tiger. Auch im vom WWF mit konzipierten und finanzierten Kavango-Zambezi-Park ist die Jagdsaison eröffnet. "Das Wild Afrikas", schreibt Huismann, "gehört wieder den weißen Großwildjägern und westlichen Jagdreiseunternehmen. Es ist fast so schön wie früher."

Der dreifache Grimme-Preisträger beschreibt die blutige Verflechtung des ersten WWF-Präsidenten Prinz Bernhard der Niederlande mit dem Apartheid-Regime, weist personelle Verquickungen zwischen Mächtigen und WWF nach, sei es in Juntas oder im Ölgeschäft.

Er zeigt, wie der WWF von einer "Allianz aus Geld- und Blutadel" im geheimen "Club der 1001" gestützt wurde - einem "Old-Boys-Network" mit Namen wie Henry Ford, Baron von Thyssen, Aga Khan, Juan Antonie Samaranch, Alfred Heineken, Berthold Beitz, Friedrich Karl Flick sowie von Kriegsverbrechern und Staatsterroristen wie Mobutu Sese Seko.