In Oberbayern wird der Otter wieder gesichtet. Fischer fürchten den Wassermarder, doch Naturschützer geben Entwarnung. Eine Spurensuche mit einem Fährtenleser am Fluss.
Bayerischer Jagdverband
:Hubert Stärker soll die Jägerschaft wieder einen
Der bayerische Jagdverband ist tief zerstritten und wegen seiner traditionalistischen Überzeugungen politisch isoliert. Die Jäger hoffen auf interne Befriedung – Politik, Landwirte und Naturschützer auf bessere Zusammenarbeit.
Trendwende im Artenschutz?
:Meister Lampe kehrt langsam zurück
Noch gilt er als bedrohte Art, aber in der freien Flur lässt er sich inzwischen wieder häufiger blicken: Der Feldhase profitiert im Alpenvorland von der Klimaerwärmung und einem Bewusstseinswandel in der Jägerschaft. Wie er zu seiner kuriosen Rolle an Ostern gelangt ist, bleibt rätselhaft.
SZ MagazinGute Frage an Johanna Adorján
:Fuchs, du hast den Gruß gestohlen
Weil unser Leser, ein Jäger, keine Füchse schießen will, ist sein Hühner haltender Nachbar so erbost, dass er nicht mehr grüßt. Sollte man Gleiches mit Gleichem vergelten und nun selbst nicht mehr grüßen?
Urteil des Verwaltungsgerichtshofs
:„Wir dürfen weiter zusehen, wie Otter unsere Teiche leerräumen“
Der Verwaltungsgerichtshof kippt eine Regelung zum Abschuss von Fischottern. Teichwirte sind darüber sehr unglücklich.
Politik in Bayern
:Landtag gibt grünes Licht für leichtere Jagd auf Wölfe
Lang und heftig wurde bei CSU und Freien Wählern über das neue Jagdgesetz für Bayern gestritten. Jetzt hat es die letzte Hürde genommen. Warum vor allem die neuen Abschussregeln Kritik ernten.
Der Wolf in Deutschland
:Er hat ein echtes Imageproblem
Die wenigsten haben ihn schon gesehen, aber alle haben eine Meinung von ihm – und dank der Brüder Grimm meist keine gute. Dabei erzählt der Umgang mit ihm mehr über die Menschen als über das Tier.
Ökologie
:Macht die Jagd auf Wölfe alles noch schlimmer?
Der Bundestag hat am Donnerstag beschlossen, das Schießen von Wölfen zu erleichtern. Aber was werden die Folgen sein? Eine Suche im Brandenburger Wald, wo die Wölfe gar nicht so leicht zu finden sind.
Rotwild im Voralpenland
:Muss man den Hirsch durch den Winter füttern?
Darüber ist am Tegernsee ein erbitterter Streit entbrannt. Jagdminister Aiwanger möchte den Konflikt zwischen Förstern und Jägern jetzt ein für alle Mal abstellen – mit einer Verordnung.
Menschheitsgeschichte
:Steinzeitmenschen verschossen bereits Giftpfeile
Im Süden von Afrika nutzten Menschen schon vor 60 000 Jahren Gift zur Jagd auf Tiere. Was das über ihre Fähigkeiten aussagt.
Folge des Klimawandels
:Weil der Wald immer zeitiger Deckung bietet: Rehjagd soll früher beginnen
Seit Jahren beklagen Waldbesitzer in Bayern immense Wildschäden und fordern ein modernes Wildtiermanagement. Nun hat die Staatsregierung ein neues Jagdgesetz ins Verfahren gebracht. Experten geht es nicht weit genug.
Wald und Wild
:Jäger schossen mehr Füchse und Waschbären als je zuvor
Die Verwendung von Nachtsichttechnik erleichtert es den Jägern beim Haarraubwild. Die mit Abstand meist geschossene Tierart in Bayern war aber auch im Jagdjahr 2024/2025 das Rehwild. Mehr als 354 000 Tiere wurden erlegt.
MeinungNaturschutz
:Die Jagd auf Wölfe ist die falsche Antwort
Es soll rechtlich leichter werden, die Raubtiere abzuschießen, findet die Bundesregierung – und ändert dafür das Gesetz. Doch an der Wurzel des Übels zielt sie damit haarscharf vorbei.
Naturschutz
:Der Wolf steht jetzt auf der Abschussliste
Die Bundesregierung beschließt eine Änderung des Jagdrechts, um leichter Wölfe „entnehmen“ zu können. Das soll vor allem Weidetieren Sicherheit bieten. Doch Tierschützer befürchten das Gegenteil.
Artenschutz
:Sollte man diesen Wolf erschießen?
Artenschutz gegen die Sorge um tote Schafe: Nun soll es Jägern vereinfacht werden, die Raubtiere ins Visier zu nehmen. Eine gute Idee?
Änderungen in Bayern
:Jagd auf Wölfe und Rehe: Kabinett bringt neues Gesetz auf den Weg
Den allermeisten Menschen dürfte dieser Gesetzentwurf unbekannt oder völlig egal sein – in der bayerischen Koalition aber war das neue Jagdgesetz umstritten wie zuletzt kaum etwas anderes. Nun heißt es: Haken dran.
SZ MagazinGruß aus der Küche
:Enthält Wildfleisch Blei?
Rehe, Hirsche und Wildschweine werden bei der Jagd mit Munition geschossen. Welche Auswirkung das auf das Fleisch hat, erklärt ein Experte.
Biologie
:Wie Ratten Fledermäuse einfach aus der Luft fangen
Tod durch Biss: In einer norddeutschen Höhle filmen Forscher erstmals die erstaunliche Jagdstrategie der Tiere.
Jagd in Bayern
:Mehr Schutz für den Wald, mehr Freiheit für die Jäger
Nach langem Streit gibt es eine Einigung über ein neues bayerisches Jagdgesetz. Das soll vor allem den Wald schützen. Aber auch der Wolf kommt nun darin vor.
Artenvielfalt
:Drei Fotos weisen auf Wolfsrudel im Fichtelgebirge hin
Bisher steht nur fest, dass das neue Wolfsrevier in den Wäldern am Schneeberg liegt und es mindestens vier Welpen gibt. Denn die Elterntiere verhalten sich sehr scheu und unauffällig. Genetische Nachweise fehlen, vom Rüden gibt es noch nicht mal ein Foto.
Artenschutz in Bayern
:Naturschützer kämpfen gegen den Fischotter-Abschuss
Die Staatsregierung will in Teilen Bayerns die Jagd auf das eigentlich streng geschützte Tier zulassen. Die Deutsche Umwelthilfe und der Bund Naturschutz reichen dagegen Klage ein. Teichwirte und Fischereiverband sind frustriert.
Unternehmer
:Bumm-Bumm-Benko
Der österreichische Pleite-Unternehmer René Benko soll auch Problembären in Rumänien gejagt haben. Bei manchen seiner Waffen waren seine Initialen eingraviert. Gehört hätten sie ihm trotzdem nicht, sagt er.
Paläontologie
:Riesiges Maul, schwacher Biss
Viele fleischfressende Dinosaurier wurden im Laufe der Zeit immer größer, ihre Beißmuskeln aber nicht. Wie sie trotzdem ihre Beute erlegen konnten.
Gericht entscheidet
:Goldschakal auf Sylt darf doch geschossen werden
Ein Gericht lehnt den Eilantrag gegen den Abschuss ab. Es liege eine zulässige Ausnahme zum Tötungsverbot vor.
Goldschakal auf Sylt
:„Das ist aber kein Blutrausch, keine pure Lust am Töten“
Auf Sylt hat ein Goldschakal in wenigen Nächten fast 100 Schafe gerissen. Ein außergewöhnliches Verhalten, das ein Experte mit dem Mechanismus „surplus killing“ erklärt. So ein Tier gab es noch nie auf der Insel. Doch abgeschossen werden darf der Schakal derzeit nicht.
Teichwirtschaft
:Fischereiverband klagt über Klagen gegen Fischotter-Tötung
Teichwirte und Fischer wollen den Fischotter jagen, da er die Fischbestände bedroht. Tierschützer sind dagegen. Letztlich werden Gerichte entscheiden müssen.
Jagd
:Schonzeit-Ausnahmen für Gams aufgehoben
Nach einer Abfuhr vor Bayerns höchstem Verwaltungsgericht kassiert die Regierung von Oberbayern eine Verordnung, die sie erst vor wenigen Monaten erlassen hat. Jägerpräsident Weidenbusch spricht von „Ohrfeige“ für das Forstministerium.
MeinungPro und Contra
:Sollte der Abschuss von Wölfen erleichtert werden?
Die Zahl der Wölfe in Deutschland wächst. Naturschützer werten das als Erfolg. Viele Landwirte sehen es kritisch, denn auch die Zahl der Risse von Weidetieren hat zugenommen. Union und SPD haben im Koalitionsvertrag vereinbart, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen.
Forschung
:Waldelefanten in der Oberpfalz? Denkbar wär’s
Eine Studie zeigt: Die längst ausgestorbenen Tiere kämen mit dem mitteleuropäischen Klima zurecht. Was zu Gedankenspielen einlädt.
Tierschutz
:Alles für die Kitze
Bald beginnt wieder die Mähsaison – und so auch der Einsatz der Vereins „Wir retten Rehkitze“ aus Neufahrn, der sich mit Drohnen für den Tierschutz engagiert. Die Helfer rücken auch mitten in der Nacht aus.
Spanien
:Wildschwein-Alarm in der Region Madrid
Mehr als zwei Millionen Exemplare marodieren durch die iberische Wildnis, viele von ihnen kollidieren mit Autos. Jetzt wird zur Jagd geblasen. Sogar das Fallenstellen soll erlaubt werden
Jahresbericht 2025
:Alle Ziele verfehlt: Rechnungshof kritisiert Bayerns Staatsregierung für erfolglosen Waldumbau
Im aktuellen Bericht monieren die obersten Rechnungsprüfer die Forstpolitik massiv: zu teure Pflanzungen, zu viele Rehe in den Wäldern. Schelte gibt es auch für die Grenzpolizei. Deren Kosten müsse der Bund erstatten.
Schwarzgehen in den Alpen
:Der letzte König der Wilderer ist tot
Wilderer sind Straftäter und galten doch oft genug als Volkshelden. Früher taten sie das manchmal sogar aus verständlichen Gründen, doch spätestens jetzt ist es mit der Wildschütz-Romantik wohl endgültig vorbei.
Unter Bayern
:„Ich krieg dich noch, du Mistviech“
In ihrem Kampf gegen alle inneren und äußeren Feinde Bayerns planten Ministerpräsident Söder und Wirtschaftsminister Aiwanger offenbar den Abschuss eines Wolfes. Eingeweiht war nur ein kleiner Kreis der Staatsregierung. Doch am Ende erwies sich die Aktion als Rohrkrepierer.
SZ JetztUmwelt
:Zwischen Hafermilch und Hochsitz
Sophia jagt Wild, isst das Fleisch der selbst erlegten Tiere – ansonsten lebt die Försterin aber vegan. Wie passt das zusammen?
Natur und Umwelt im Oberland
:Wild im Wald
Korbinian Wolf gibt Einblicke in die komplexe Beziehung zwischen Wildtieren und Waldverjüngung und erklärt, wann und warum Handeln gefragt ist.
Umwelt und Natur
:Jagdkreisgruppe Wolfratshausen wählt neuen Vorstand
Heinz Repert setzt sich gegen den bisherigen zweiten Vorsitzenden durch und bleibt erster Vorsitzender.
Naturschutz
:Der Gams geht es besser, als viele Jäger befürchten
Vor allem Jäger fürchten immer wieder um das Symboltier der Bergwelt. Neue Monitoringzahlen der Staatsforsten ergeben aber keinen Hinweis, dass das berechtigt ist. Sie bestätigen vielmehr andere Forschungen.
Mittelfranken
:Weiterer Fall von Hasenpest nachgewiesen
In Bayern wird ein infizierter Hase gefunden. Das hat vor allem für Jäger und Haustierbesitzer in der Region Folgen.
Jagdrecht-Novelle
:Goldschakal: kaum in Bayern, schon im Visier?
Das scheue Wildtier breitet sich in Bayern aus – doch wie lange noch? Jagdminister Aiwanger plant, das Raubtier ins Jagdrecht aufzunehmen. Naturschützer warnen vor übereilten Schritten.
Landgericht Bamberg
:Hund grundlos erschossen – Bewährungsstrafe für Jäger
Auf einer Wiese am Main läuft ein Hund unangeleint in der Nähe seiner Besitzer herum. Ein Jäger sieht das Tier und erschießt es. Es kommt zum Prozess.
Jägerin aus Schwaben
:„Für mich gibt es beim Thema Fleisch kein Richtig oder Falsch“
Lena Tausch war Vegetarierin. Dann machte sie im Zuge ihres Forstwirtschaft-Studiums einen Jagdschein. Heute liegt bei ihr auch mal ein Stück vom Reh auf dem Teller, das sie selbst erlegt hat. Wie kam es dazu?
Essen in der Toskana
:Wenn Fleisch, dann Wild
In der Toskana sind Wildschweine zu einer Landplage geworden. Deshalb werden sie stark bejagt. Auch deswegen gibt es nirgendwo sonst so vielfältige und köstliche Rezepte für ihre Zubereitung.
Wildjagd
:„All die Millionen wären in den Sand gesetzt“
Das Bundesverwaltungsgericht hat eine bayerische Verordnung für die ganzjährige Jagd in bestimmten Bergwäldern kassiert. Bis hinauf in die Staatsregierung herrscht nun Verunsicherung.
Kontroverse um Verband
:Wie sich der Bayerische Jagdverband selbst zerlegt
Rechtsfragen wird die Führungsriege um Präsident Ernst Weidenbusch vorerst ohne Justiziarin erörtern müssen. Die hat Weidenbusch ihr Amt gerade vor die Füße geworfen und spart nicht mit Kritik.
Naturschutz
:Wie zwei Männer Bayerns Tannen und Buchen gerettet haben
Rehe und Rotwild haben Bäumchen zum Fressen gern. Dass es heute dennoch prächtige Mischwälder gibt, ist auch einem Ex-Landrat und einem Förster zu verdanken. Ein Treffen im Dickicht.
Invasive Arten
:Schau mir in die Augen, Kleiner
Sie sind süß, aber sie plündern, übertragen Krankheiten, zerlegen Dächer. Und es gibt so viele von ihnen, dass das Handy von Frank Beutelspacher nicht mehr aufhört zu klingeln. Auf der Jagd mit einem, der sagt: „Der Waschbär wird noch immer unterschätzt.“
Wandern in der Schweiz
:Auf der Spur der Steinböcke
Drei Tage, 51 Kilometer und 3400 Höhenmeter: Die Via Capricorn führt durch eine spektakulär schöne Gebirgslandschaft, in der sich 350 Steinböcke bestens verstecken – und wo sogar zur Hauptsaison verblüffend wenig los ist.
Besondere Berufe
:Seine Waffe heißt Trudel, sein Jagdgebiet ist die Stadt
Wenn Kaninchen den FC-Bayern-Campus unsicher machen, wenn Hunderte Krähen einen Friedhof belagern, dann schreitet Wolfgang Schreyer zur Tat. Unterwegs mit Münchens Stadtjäger und seiner Wüstenbussardin.
Unterfranken
:Falscher Wolf getötet
Die Regierung von Unterfranken hatte eine Ausnahmegenehmigung zum Abschuss einer auffälligen Wölfin in der Rhön erteilt. Nun stellt sich heraus, dass ein ganz anderes Tier erlegt wurde.