Und in der Not helfen die Chinesen: Zwei Unternehmen aus dem bevölkerungsreichsten Land der Welt bewahren den schwedischen Autobauer Saab vor der Insolvenz - es ist nicht ihr erstes Engagement in Europa. Die Angestellten hoffen nun auf die Gehälter, um die sie seit Monaten kämpfen.
Rettung im letzten Moment: Die Insolvenz des schwedischen Autoherstellers Saab ist offenkundig abgewendet. Chinesische Investoren übernehmen das Traditionsunternehmen komplett.
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Der Saab 92001, der sogenannte Ursaab von 1947, wird im Stammwerk von Trollhättan ausgestellt. Chinesische Investoren haben das von einer Pleite bedrohte Unternehmen doch noch gekauft. (© dpa)
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Der für Saab zuständige Zwangsverwalter Guy Lofalk bestätigte in einem Schreiben an das zuständige schwedische Gericht, dass die Unternehmen Youngman und Pang Da die Übernahme in der Nacht zum Freitag ausgehandelt hätten. Sie übernehmen für 100 Millionen Euro alle Aktien des Unternehmens. Lofalk zog seinen Antrag auf Abbruch des Sanierungsverfahrens zurück.
Dieser Antrag hätte im Laufe des Freitags zum Ende von Saab führen können. Lofalk hatte ihn gegen den Willen von Konzernchef Victor Muller gestellt und damit begründet, dass es immer noch kein Geld gebe, um die Schulden des Autokonzerns zu begleichen.
Hätte das Gericht dem Antrag stattgegeben, wäre nicht nur der Gläubigerschutz für Saab weggefallen. Zudem hätten die Gewerkschaften ausstehende Löhne erstreiten können. Die Insolvenz für das Unternehmen mit 3500 Beschäftigten wäre unausweichlich gewesen. Nach der Einigung mit Pang Da und Youngman ist dies alles wieder hinfällig.
Chinesisches Geld ist in Europa willkommen - nicht nur, wenn es um die Griechenland-Rettung geht.
Swedish Automobile hatte Saab erst Anfang 2010 vom US-Autokonzern General Motors (GM) gekauft und damit vor dem Bankrott bewahrt. GM bekam damals etwa 53 Millionen Euro in bar. Doch der neue Besitzer fand keine Möglichkeit, die Entwicklung zu verändern. Im Frühjahr musste Saab die Produktion erstmals stoppen, weil Zulieferer wegen unbezahlter Rechnungen nicht mehr lieferten. Seit Juni stehen die Bänder endgültig still. Saab hat derzeit auch keine Mittel, um die fälligen Restlöhne und -gehälter zu zahlen. Das dürfte sich mit dem Einstieg der Chinesen ändern.
(dpa/jab)
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Die Gefahr, dass Europa unter die Chinesische Fuchtel kommt, sehe ich nicht so, da sich die Märkte gegenseitig brauchen.
Es ist richtig dass man bei Investoren (egal aus welchem Land) nie weiß was kommt (Siehe GM - SAAB). Auf der einen Seite haben wir auf dem freinen, Globalen Markt keine Sicherheit für "saubere" Investoren, auf der Anderen, auch Deutschland investiert über Joint Venture viel in Cina (vor allem Automobilindustrie und Zulieferer).
China muss, um auf dem Europäisch / Amerikanischen Automobilmarkt anzukommen, hier auch Fuß fassen. Exporte Chinesischer Fahrzeuge auf unserem Markt sind bisher kläglich gescheitert.
Wenn Billigfahrzeuge, dann aber mit unserem Qualitätsvorstellungen, und das funktioniert nun mal nicht.
Wir hatten die gleiche "Gefahr" bereits mit Japan und Korea und haben sie aus erwähnten Gründen gut überstanden. Ich glaube, unsere Industrieführungen haben diesbezüglich aus der Geschichte gelernt (Zusammenbruch fast der gesamten Motorradindustrie durch Japanische Importe).
Die Gefahr, dass Europa unter die Chinesische
nach unten anpassen. Von chinesischen Firmen habe ich bisher zwar noch nichts vernommen aber wenn ich die Zustände von Firmen die von US-amerikansichen Konzernen übernommen wurde angucke lässt das nix wirklich so gutes für die Arbeitnehmer erwarten.
Für die Mitarbeiter freut es mich erstmal. Bleibt nur zu hoffen, das mittelfristig nicht das KnowHow abgezogen und dann in China weiterproduziert wird.
Es ist global schon lange normal, dass Firmen im Ausland andere Firmen aufkaufen. Ich verstehe nicht warum bei dem Wort China aufgeheult wird.
Es ist ein stinknormaler Vorgang.
Paging