Reden wir über Geld mit Wolfgang Conradis "Arm sein macht einsam"

"Oft ist die Arbeit in den Jobcentern schlicht unprofessionell", sagt Wolfgang Conradis.

(Foto: Volker Wiciok)

Der Duisburger Sozialanwalt Wolfgang Conradis über die Not von Hartz-IV-Empfängern, absurde Zustände in deutschen Jobcentern - und wie sich verhindern lässt, dass Armut vererbt wird.

Interview von Alexander Hagelüken und Thomas Öchsner

Wolfgang Conradis, 70, empfängt in der Bibliothek der Kanzlei. In den Regalen: juristische Fachzeitschriften und Kommentare. Bevor es losgeht, stellt der Duisburger Fachanwalt für Sozialrecht den Heizlüfter an. Keiner soll frieren, erst recht nicht, wenn es um ein Thema geht, bei dem es einem auch mal kalt werden kann.

SZ: Herr Conradis, reden wir über Geld. Kann man von 416 Euro Hartz IV im Monat leben?

Wolfgang Conradis: Das ist schwer, erst recht, wenn man allein ist und sich von ...