Hilfen für Griechenland Linke sprechen von "Konkursverschleppung"

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken, Sahra Wagenknecht, sprach von "Konkursverschleppung" und einem "verantwortungslosen Verbrennen von Steuergeldern" zugunsten von Spekulanten und Banken. Auch die griechische Oberschicht bleibe verschont.

Mit breiter Mehrheit hatte sich der Bundestag in der vergangenen Woche hinter die neuen Milliardenhilfen für Griechenland gestellt. Bei der Abstimmung verfehlte Schwarz-Gelb allerdings zum dritten Mal bei Euro-Entscheidungen die symbolisch wichtige Kanzlermehrheit.

Die Zustimmung des Bundestages war nötig, damit die EU-Finanzminister Mitte Dezember weitere Hilfskredite an Athen in Höhe von 43,7 Milliarden Euro für ein Schuldenrückkaufprogramm freigeben können. Vorgesehen sind auch Zinserleichterungen und längere Kreditlaufzeiten. Zudem verpflichten sich die Euro-Staaten, Gewinne ihrer nationalen Notenbanken aus der Griechenland-Rettung ab 2013 an Athen weiterzuleiten. Das Ziel ist, die durch eine zweijährige Streckung entstehende neue Finanzlücke im Hilfsprogramm für Athen zu schließen und die Schuldenlast des Landes zu senken.