Erdbeben in Japan Gegen die Katastrophe

Ein Mann besucht in Araham in Sendai eine Gedenkstätte für die Opfer des Erdbebens 2011 in Japan, das einen Tsunami auslöste.

(Foto: dpa)

Solarzellen-Unterstände, um bei Stromausfall Handys zu laden. Ein Netz von Sensoren, um jede Erschütterung zu registrieren. 2016 bebte in Sendai an 116 Tagen die Erde - die japanische Großstadt versucht, auf alles vorbereitet zu sein.

Von Christoph Neidhart, Sendai

Erdbeben kann man nicht voraussagen, jedenfalls nicht in Zeiträumen, die dem Menschen nützen. Ganz machtlos sind die Menschen aber nicht - auch wenn manchmal nur 15 bis 30 Sekunden Zeit bleiben, um zu reagieren. Alle japanischen Schüler wissen: Gibt es eine Erdbebenwarnung, springen sie sofort unter ihre Schulbänke, nach den Erdstößen wird die Schule evakuiert. Zu Hause schaltet man das Gas ab, Fabriken stoppen die Produktion. Und der Shinkansen, Japans Superschnellzug, leitet eine automatische Notbremsung ein.

Und dann sind da ...