Wer mehr verdient, soll auch mehr Geld hinlegen. Besserverdiener müssen 2012 höhere Beiträge für ihre Rente sowie die Absicherung gegen Krankheit und Arbeitslosigkeit zahlen: Die Regierung hebt die Bemessungsgrenzen an. Zugleich könnte eine andere Änderung Bürger mit hohem Einkommen bei der Rentenversicherung entlasten.
Besserverdiener müssen im nächsten Jahr gut 21 Euro mehr pro Monat in die Sozialkassen einzahlen. Für ihre Arbeitgeber fällt der gleiche Zusatzbetrag an. Denn auch 2012 steigen wieder die Einkommensgrenzen für die Sozialbeiträge.
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Aus dem Regierungsentwurf für die Anpassung der Bemessungsgrößen in der Kranken- , Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung geht hervor, dass sich in der Kranken- und Pflegeversicherung die Bemessungsgrenze um 112,50 Euro auf 3825 Euro bundesweit erhöht.
Bleibt es bei einem Beitrag von 15,5 (Gesundheit) und 1,95 Prozent (Pflege), führt dies zu einer Mehrbelastung von knapp 20 Euro beziehungsweise jeweils nahezu zehn Euro für den Versicherten und seinen Arbeitgeber. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung beträgt die künftige Beitragsbemessungsgrenze 5600 statt 5500 Euro pro Monat. Dieser Betrag gilt aber nur für Westdeutschland. Die Zusatzkosten belaufen sich auf maximal 22,90 Euro, von denen wiederum die Hälfte der Arbeitgeber bezahlt. In den neuen Bundesländern erhöht sich die Beitragslast nicht, weil die Bemessungsgrenze unverändert bleibt.
Alles zusammengerechnet müssen Arbeitnehmer im Westen, die mit ihrem Verdienst oberhalb der alten Grenzwerte liegen, damit mehr als 21 Euro zusätzlich zahlen. Derzeit wird aber über einen geringeren Rentenbeitrag diskutiert. Dieser beläuft sich auf 19,9 Prozent. Im Gespräch ist eine Senkung auf mindestens 19,6 Prozent. Dies würde einen Besserverdiener mit einem Gehalt von mindestens 5600 Euro und seinen Arbeitgeber um jeweils 8,40 Euro im Monat entlasten.
Die jährliche Neuberechnung der Beitragsbemessungsgrenzen orientiert sich an der Veränderung der Bruttolöhne und Gehälter je Arbeitnehmer im Vorjahr. Diese waren 2010 um gut zwei Prozent gestiegen.
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(SZ vom 21.09.2011/jab)
Gysi und Lafontaine beim Linke-Parteitag
....Gutverdiener mehr in Sozialkassen zahlen müssen, stehen die wohl bald an den Suppenküchen, und der Politikwissenschaftsprofessor gibt aus Mitleid einen Nachschlag.
Wäre es möglich, dass Sie sich aus Diskussionen unter erwachsenen Menschen inhaltlich raushalten oder wenigstens die Diskussion verfolgen?
(a) 5% betrifft nur den Verwaltungskostenanteil auf GKV-Seite, die Ärzte bezahlen aus Ihrem Honorar noch den Anteil der KV. Bei Privatpatienten hält die KV nicht die Hand auf, der Abrechnungsaufwand liegt voll bei Kasse und Arzt.
(b) Die PKV hat laut Freebird etwa 15% Verwaltung und Vertriebskosten, keine 2 x 5% und damit 10%. Also Faktor 3 zum ausgewiesenen Anteil der GKV ohne KV. Die Zahl glaub ich ohne weiteres. Die Vertriebskosten der Gesetzlichen sind mangels Makler und Wettbewerb nebst faktisch gleichem Leistungsumfang sehr überschaubar.
5% Verwaltungsanteil^^ Das ist natürlich ein Skandal. Private Krankenversicherungen kalkulieren übrigens in etwa mit dem doppelten Betrag. Denn private könnens eben doch besser. Da muss man bei der GKV doch irgendwie noch was drücken können, wa? Die Verschwender! 5 ganze Prozente. Potz Blitz!
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22,7 % der Vollzeitbeschäftigten arbeiten in Deutschland im Niedriglohnbereich.
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http://www.dgb.de/themen/++co++17f2321c-d301-11e0-4902-00188b4dc422
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Jetzt will man sich das Geld von den angeblich Besserverdienenden holen.
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Wieso werden die Millionäre nicht besteuert?
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Wieso zahlen Millionäre weniger Steuern, als fleissige Bürger?
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Wieso werden die Reichen immer Reicher ? Ursache = Niedriglohnbereich.
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Und diesen Niedriglohnbereich haben alle etablierten Parteien geschaffen: Vor allem Rot-Grün....!
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Wolfgang Clement und ein "verurteilter krimineller Peter Hartz"!
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Bereits damals sah ich dieses Fiasko kommen.
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Folge des Niedriglohnbereiches: Niedrige Renten... Altersarmut!
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Aber Hauptsache, die Politiker erhöhen sich ihre Pensionen und Diäten...! Die denken nur an ihren eigenen Geldbeutel.
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Politiker kümmern sich nur um ihren eigenen Geldbeutel. Würden die 22,7 % Vollzeitbeschäftigten geschlossen auf die Straße gehen und demonstrieren, wäre das die einzige Möglichkeit, die m. Meinung nach "kriminellen Treiber" in die Schranken zu weisen!
"Alle Bürger mit allen Einkommen".
(a) Was machen Sie z.B. mit Beamten und Selbstständigen? Beim Angestellten ist der Rentenanteil des Lohns natürlich auch Lohnbestandteil und daher krankenversicherungspflichtig. Beim Beamten oder Unternehmer hingegen gibts eine Versorgungs- bzw. Pensionszusage. Diese ist heute weder steuer- noch sozialversicherungspflichtig.
(b) Sie hätten natürlich Probleme im sozialen Bereich. Sobald Sie neue Einnahmen erschließen wird es neue Ausgaben geben. Der Gesundheitssektor kann auf Dauer nicht stärker wie die Gesamtwirtschaft wachsen, das geht nicht. Das Problem wieviel eine Gesellschaft für die Gesundheit ausgibt muss unabhängig von der Finanzierung gelöst werden. Wenn ein Schiff mehr Wasser aufnimmt wie abgepumpt werden kann, dann sind stärkere Pumpen nur herumwursteln an Symptomen.
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