Einer der letzten lateinamerikanischen Anführer alter Schule ist tot, auch der klassische bolivarische Sozialismus wird nicht überleben. Das politische Vermächtnis von Hugo Chávez ist gewaltig: In Zukunft wird kein Politiker in der Region mehr gegen die selbstbewusst gewordenen Massen regieren können.
Von Sebastian Schoeppmehr...
Er war der Comandante, eine Ikone des Sozialismus und das nicht nur in Venezuela: Hugo Chávez und sein politischer Erfolg standen für einen Linksruck in ganz Lateinamerika. Wer könnte dort nach seinem Tod diese Rolle übernehmen?
Von Antonie Rietzschelmehr...
Millionen Venezolaner und Dutzende Staatsgäste nehmen in Caracas Abschied von Hugo Chávez. Der verstorbene Comandante wird nicht begraben, sondern einbalsamiert wie einst Lenin und Mao.
Von Peter Burghardt, Caracasmehr...
Ecuadors Präsident Rafael Correa ist in der ersten Wahlrunde im Amt bestätigt worden. Der linksgerichtete Ökonom erhielt etwa 58 Prozent der Stimmen. Der 49-Jährige will die Medien stärker regulieren.
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Als Notenbankchef ist ein einschlägiger Universitätsabschluss quasi Pflicht. Ecuadors oberster Währungshüter schmückte sich bisher mit dem Titel Master of Business Administration. Klingt gut. Aber leider hat sich Pedro Delgado die Zulassung erschwindelt.
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Meinung
Hugo Chávez' Gesundheit wird für seine Genossen zur Schicksalsfrage. Von Venezuelas Petrodollars hängen viele andere Regime ab - nicht nur in der südamerikanischen Nachbarschaft, sondern auch in Syrien und Iran.
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60 Staats- und Regierungschefs reisen zum EU-Lateinamerika-Gipfel nach Chile, auch Angela Merkel. Das Interesse am südamerikanische Wirtschaftsraum ist riesig: Viele Länder der Region florieren, ihre unermesslichen Rohstoffe haben ihnen Wohlstand gebracht - und Unglück.
Von Peter Burghardtmehr...
Seinen Sieg verkündete er via Twitter - und feierte später mit seinen Anhängern auf dem Balkon des Präsidentenpalastes: Hugo Chavez hat die Präsidentenwahl in Venezuela gewonnen - bereits zum vierten Mal hintereinander. Seine Macht scheint gefestigt, er darf jetzt bis mindestens 2019 im Amt bleiben. Doch die Opposition war dieses Mal nah dran an einem Sieg.
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Im Konflikt um Wikileaks-Gründer Julian Assange könnte es doch noch zu einer Lösung kommen. Laut einem Zeitungsbericht ist er bereit, sich unter Auflagen Schweden zu stellen - am Nachmittag will er sich dazu äußern. Ecuador interessiert das bislang wenig, von seinen südamerikanischen Verbündeten erhält das Land Rückendeckung.
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Meinung
Seit Kolonialzeiten lebt eine breite politische Klasse in Lateinamerika von der Auflehnung gegen europäische und vor allem nordamerikanische Übermacht. Ein Systemkritiker wie Mister Assange wird da schnell zum Rächer. Doch Ecuador verteidigt die Meinungsfreiheit, die zu Hause nicht immer respektiert wird.
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Erstmals seit seiner Flucht in die Botschaft Ecuadors vor zwei Monaten zeigt sich Julian Assange der Öffentlichkeit. Auf dem Balkon dankt er dem ecuadorianischen Präsidenten Correa für seinen Mut, ihm politisches Asyl zu gewähren - und richtet einen Appell an die USA und Präsident Obama.
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Meinung
Ecuadors Präsident Correa hat kein gutes Verhältnis zu kritischen Beobachtern. Dass er dem Wikileaks-Gründer Assange Asyl gewährt, hat einfache Gründe: Correa sieht durch Assanges Wirken die von ihm wenig geliebten USA bloßgestellt. Und er wittert eine Chance, ein bisschen Weltpolitik zu machen.
Ein Kommentar von Peter Burghardtmehr...
Stockholm hat den Kompromissvorschlag abgeschmettert, Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London zu Vergewaltigungsvorwürfen zu befragen. Das südamerikanische Land bekräftigt nun, das Leben des Wikileaks-Mitbegründers schützen und sein Recht auf Freiheit sichern zu wollen. Auch die Mutter des Australiers setzt sich mit einem emotionalen Appell für ihren Sohn ein.
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Im brasilianischen Paulínia produzierten Shell und BASF jahrelang das Insektizid Aldrin. Die Anwohner leiden, Kinder sind missgebildet. Der Fall ist ein Lehrstück aus der Serie von Umweltsünden ausländischer Multis in Schwellenländern.
Von Peter Burghardtmehr...
Paraguays Präsident Fernando Lugo ist vom Parlament seines Amtes enthoben worden. Eine Mehrheit des Senats sprach sich dafür aus. Lugo wird für den Tod von 17 Menschen bei Zusammenstößen zwischen Landarbeitern und der Polizei verantwortlich gemacht. Südamerikanische Staatschefs kritisierten das Vorgehen.
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"Unter allen Umständen" soll Julian Assange beim Verlassen der ecuadorianischen Botschaft festgenommen werden: So steht es in geheimen Akten von Scotland Yard, die ein Polizist ein wenig zu offensichtlich in der Hand hielt. Nun sind die Pläne publik.
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Julian Assange strapaziert weiterhin die diplomatischen Beziehungen zwischen Großbritannien und Ecuador. Im Interview mit einem staatlichen Fernsehsender warnt Präsident Correa vor der Stürmung seiner Botschaft. Derweil hat Schweden versichert, Assange nicht an die USA auszuliefern, wenn ihm die Todesstrafe drohe.
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Die Flucht des Wikileaks-Gründers in eine südamerikanische Botschaft in London entrüstet sogar Assanges Anhänger - sie fühlen sich um ihre Kautionsspende geprellt. Ecuadorianische Medien halten die Erteilung des Asyls indes für "fast eine Tatsache": Assange verbindet einiges mit dem Präsidenten des Landes.
Von Alexander Menden, Peter Burghardt und Gunnar Herrmannmehr...
Was heute Griechenland ist, war vor zehn Jahren Argentinien: Das Land konnte seine Schulden nicht mehr bedienen, war abhängig von internationalen Geldgebern. Der IWF forderte Reformen, doch dem widersetzten sich die linken Politiker - mit Erfolg.
Von Peter Burghardt, Buenos Airesmehr...
Für den Kläger ist es ein Meilenstein, die Angeklagten sehen in dem Gerichtsurteil eine Attacke gegen kritische Berichterstatter: Nach monatelangem Streit muss die ecuadorianische Zeitung "El Universo" 40 Millionen Dollar bezahlen - wegen Verleumdung des Präsidenten.
Von Peter Burghardtmehr...
Bananen aus Costa-Rica, Bergbau in Chile. Seit der Kolonialzeit hat Lateinamerika von der Ausfuhr dessen gelebt, was seinen Böden entrissen wird. Doch eine junge Elite versucht mit den veralteten Strukturen zu brechen.
Dritter und letzter Teil der Lateinamerika-Serie von Sebastian Schoeppmehr...
Der Giftskandal im Amazonas-Gebiet kommt dem Ölmulti Chevron teuer: Ein Gericht in Ecuador verurteilt den Ölkonzern wegen Umweltverschmutzung zu Schadenersatz - und verdoppelt die Summe auf 18 Milliarden Dollar, weil der Ölkonzern zu stur war, sich zu entschuldigen. Es ist nicht das einzige Desaster für das Unternehmen auf dem Kontinent.
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Protestierende Sicherheitskräfte stürzen
Ecuador ins Chaos. Präsidenten Correa wird stundenlang in einem Krankenhaus festgehalten - bis Soldaten ihn befreien.
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