Wann stand die Übernahme des US-Mobilfunkers Voicestream fest? Das ist die zentrale Frage im Telekom-Prozess in Frankfurt. Einer, der das wissen sollte, wurde jetzt vom Gericht angehört - der damalige T-Mobile-Chef Kai-Uwe Ricke.
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Markus Zydra, Frankfurt
Die Spitzel-Affäre bei der Telekom trifft jetzt auch das Top-Management: Die Staatsanwaltschaft Bonn hat die Konzernzentrale der Telekom durchsucht, inzwischen laufen laut SZ-Informationen Ermittlungen gegen den ehemaligen Chefkontrolleur Klaus Zumwinkel und Ex-Konzernchef Kai-Uwe Ricke. Die Beteiligten des Telekom-Skandals in Bildern.
Einfach mal durchschnaufen: Die Staatsanwaltschaft prüft bei dem früheren Telekom-Spitzenduo Ricke und Zumwinkel nur noch den Verdacht der üblen Nachrede.
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Klaus Ott
Operation "Rheingold": In der Anklageschrift zur Spitzelaffäre bei der Deutschen Telekom sind viele Top-Manager genannt - aber nur als Zeugen.
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Hans Leyendecker und Klaus Ott
Deutschlands starkes Wachstum könnte einbrechen, warnt Strauss-Kahn. Und: Ein Deutscher leitet künftig den US-Computerkonzern HP. Das Wichtigste in Kürze.
Der frühere Sicherheitschef der Telekom hat zum Prozessauftakt in der Spitzelaffäre Schuld eingeräumt. Zugleich belastet er den früheren Telekom-Chef Ricke schwer.
Die Telekom spionierte die Telefondaten von Journalisten, Gewerkschaftern und Aufsichtsräten aus. Das klingt nach einer systematischen Aktion, in die viele involviert sind - doch verurteilt wird nur einer.
Der ehemalige Telekom-Chef Ricke und Ex-Aufsichtsratsvorsitzender Zumwinkel entgehen einer Anklage in der Spitzelaffäre. Außerdem: Toyota macht Gewinn - trotz massiver Rückrufe.
Der um die Eigenständigkeit kämpfende Baukonzern Hochtief buhlt um einen Golden-Gate-Bridge-Auftrag und Ex-Telekom-Chef Ricke steht vor Gericht. Das Wichtigste in Kürze.
Sicher ist sicher: Russlands prominenteste Ex-Agentin Anna Chapman lässt ihren Namen als Handelsbezeichnung schützen. Außerdem: Geballte Infineon-Euphorie und Oracle muss für Sun-Sünden büßen - das Wichtigste in Kürze.
Der langjährige Opel-Chef Demant verlässt den Autohersteller, der frühere Eon-Boss Bernotat heuert beim Finanzinvestor Permira an und die Bundesbank erhöht ihre Wachstumsprognose - das Wichtigste in Kürze.
Kai-Uwe Ricke sitzt derzeit auf einem heißen Stuhl: Am morgigen Donnerstag wird der Telekom-Chef mäßige Halbjahreszahlen erklären müssen. Mit dem Gemunkel über seine Zukunft muss er wohl weiterhin klar kommen.
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Karl-Heinz Büschemann, Gerhard Hennemann und Ulrich Schäfer
Die Spitzelaffäre bei der Telekom weitet sich aus: Die Konzernsicherheit hat offenbar die gesamte ehemalige Konzern-Spitze ständig beoachtet.
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Caspar Dohmen
Harte Worte aus der Politik: Der SPD-Innenpolitiker Wiefelspütz fordert mehr Datenschutz-Kontrolle in der Wirtschaft, CDU-Mann Kampeter vermutet, der Telekom-Skandal hätte "größere Ausmaße als die Spiegel-Affäre" - und die Fahnder entdeckten erste Beweise.
Ein Ex-Abteilungsleiter der Telekom soll 300.000 Euro auf ein eigenes Konto gelenkt haben - er behauptet: für Sicherheitsprojekte.
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Hans Leyendecker
Solange Mitarbeiter regelmäßig wie Firmeneigentum behandelt werden, helfen auch Gesetze nicht, Arbeitnehmer vor der Kontrollwut ihrer Chefs zu schützen.
Ein Kommentar von
Thorsten Denkler, Berlin
Viele Affären-Geschichten beginnen schrill und werden dann immer ruhiger. Der Telekom-Skandal folgt ganz anderen Gesetzen.
Ein Kommentar von
Hans Leyendecker
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Klaus Zumwinkel - Ein Veteran der deutschen Wirtschaft. 13 Jahre lang war er Vorstandschef der Deutschen Post, zuvor vier Jahre lang Geschäftsführer der Bundespost. 2008 häuften sich jedoch die Hässlichkeiten: nach dem Verkauf von eigenen Aktienoptionen im Dezember 2007 stürmten am 14. Februar 2008 Ermittler die Zumwinkelsche Villa und die Post-Zentrale. Verdacht: Steuerhinterziehung.
Vor zwei Jahren hatte der damalige Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke eine Million Abonnenten für das Internetfernsehen vorausgesagt. Doch soweit ist es noch lange nicht.