Exklusiv
Kostenlose Kita-Plätze und mehr Kindergeld für Geringverdiener: Diese SPD-Pläne lehnen Familienministerin Schröder und die CDU-Spitze als "unglaubwürdig" ab. Sie würden Wohlhabende unnötig entlasten und seien nur schwer zu finanzieren. Doch die SPD hält ihr Konzept für ausreichend gegenfinanziert.
Von Robert Roßmann, Berlinmehr...
Trotz guter Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat sich die Lage der Geringverdiener hierzulande seit 2005 nicht wesentlich verbessert. Einer aktuellen Studie zufolge liegt Deutschlands Niedriglohnsektor im EU-Vergleich auf Platz sieben - "sowohl sozial als auch wirtschaftlich hochproblematisch", wie die Verantwortlichen der Untersuchung sagen.
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Zeugnis für die EU-Länder: Wirtschaftskommissar Rehn legt die Bilanz für 2012 vor. Sie ist nicht gut. Frankreich, Spanien und vermutlich auch die Niederlande bekommen wohl mehr Zeit, ihre Defizite aufzuarbeiten. Für Deutschland reicht es nicht zum Musterschüler.
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Meinung
Die Deutschen kaufen ein wie lange nicht, die Arbeitslosigkeit ist gering, die Löhne steigen. Alles super also? Wenn es jetzt noch der Niedriglohnsektor abgebaut und die Kaufkraft der Geringverdiener gestärkt wird, sieht es wirklich ganz gut aus - für Deutschland und das übrige Europa.
Ein Kommentar von Catherine Hoffmannmehr...
Sie verdienen ohnehin nicht viel - und selbst das wird weniger. Geringverdiener müssen seit dem Jahr 2000 drastische Loheinbußen einstecken. Obwohl die Wirtschaft wächst. Teilweise haben sie bis zu 22 Prozent weniger in der Tasche, offenbart jetzt eine Studie.
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Wahlversprechen klingen anders: Geringverdiener können nicht mehr auf die Senkung ihrer Sozialabgaben hoffen, sollte die SPD die Bundestagswahl 2013 gewinnen. Diese Entlastung sei nur noch ein Wunschziel, verlautet aus der Partei. Gutverdienern droht nach den Plänen der Genossen hingegen eine Anhebung des Spitzensteuersatzes.
Von Susanne Höll, Berlinmehr...
Die Deutschen werden immer älter - wenn sie ausreichend Geld zur Verfügung haben. Die Lebenserwartung von Geringverdienern ist nach Angaben der Bundesregierung im vergangenen Jahrzehnt um zwei Jahre gesunken.
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Im Kampf gegen die Altersarmut muss die Sozialministerin ihren Gegnern entgegenkommen: Noch diesen Monat soll die Zusatzrente beschlossen werden - um die Kritiker aus der FDP milde zu stimmen, verspricht von der Leyen eine Senkung der Beiträge zur Rentenversicherung.
Von Guido Bohsem, Berlinmehr...
Uli Hoeneß ist reich und hat trotzdem Steuern hinterzogen. Warum? Mit dieser Frage beschäftigt sich Steuerpsychologe Stephan Mühlbacher von der Sigmund-Freud-Privatuniversität in Wien. Im Gespräch mit SZ.de spricht er über den sportlichen Reiz, möglichst wenig Steuern zu zahlen und was zumindest ansatzweise hilft, Steuerhinterziehung zu unterbinden.
Von Hannes Vollmuth und Philipp Woldinmehr...
Wer wenig verdient, schuftet dafür oft länger. Laut einer Studie arbeitet jeder vierte Beschäftigte mit Niedriglohn 50 Wochenstunden und mehr. Das Arbeitszeitgesetz erlaubt aber nur 48 Stunden pro Woche.
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Zuerst waren die Erzieher dran, jetzt soll auch für Polizisten, Krankenschwestern und Feuerwehrleute Schluß sein: Ende des Jahres läuft die Ballungsraum-Zulage aus - und wird nicht mehr verlängert.
Von Von Doris Nägermehr...
Alleinerziehend? Oder alleinstehend mit wenig Einkommen? Da langt der Bund voll zu. Auch im internationalen Vergleich steht Deutschland schlecht da.
Von Markus Balsermehr...
Wer im Niedriglohnsektor gearbeitet hat, stirbt früher als ein Besserverdiener. Und noch schlimmer: Die Lebenserwartung von Geringverdienern nimmt ab. Experten sehen die Ursache in Reformen auf dem Arbeitsmarkt und im Gesundheitssektor und fordern eine "offensive Armutspolitik".
Von Lena Jakatmehr...
"Bisher bekommen die, die viel haben, mehr": Die SPD will im Fall eines Wahlsiegs die steuerlichen Vorteile für reiche Eltern begrenzen - und gleichzeitig Geringverdiener mit Hilfe einer Kindergeld-Reform besserstellen. Ein neues familienpolitisches Programm, das der SZ vorliegt, soll vor allem Familien mit einem Bruttoeinkommen bis 3000 Euro im Monat besserstellen.
Von Thomas Öchsner, Berlinmehr...
Geringverdiener schaffen es nur selten, ihre Einkommenssituation zu verbessern: Nach einer neuen Studie schafft es nur jeder achte Niedriglöhner im Laufe der Jahre aus dem finanziellen Engpass. Frauen gelingt der Aufstieg besonders selten.
Von Dagmar Decksteinmehr...
Angesichts steigender Energiepreise macht sich die SPD für Sozialtarife stark. Intern wird schon an Eckpunkten für eine Entlastung gearbeitet.
Von Michael Bauchmüller und Stefan Braunmehr...
Die Quelle Bausparkasse verspricht einen in Deutschland einmaligen Tarif. Wie gut die Zinsen und wie günstig die Darlehen tatsächlich sind, erfahren Sie in unserem Produkttest.
Von Horst Biallomehr...
Die SPD will den Eingangssteuersatz weiter senken. Wie die Süddeutsche Zeitung erfuhr, liegt die "Zielmarke bei zwölf Prozent".
Von Guido Bohsemmehr...
Die grüne Fraktionschefin Sager hat sich dafür ausgesprochen, bei zusätzlichen Steuersenkungen die Verteilungsgerechtigkeit stärker in den Vordergrund zu rücken. Allerdings warnte sie vor zu großen Erwartungen der Bürger. Ähnlich äußerte sich Finanzminister Eichel: "Weitere Steuersenkungen sind nicht möglich."
Von Von Nico Friedmehr...
Reserven bilden, um die gesetzliche Rente aufzubessern - vor allem Geringverdiener machen das bisher kaum. Doch wie viel Geld brauchen Angestellte wirklich fürs Alter? Ein Professor rechnet - und kommt zu brisanten Ergebnissen.
Von Thomas Öchsner, Berlinmehr...
In seltener Eintracht: Gewerkschaften und SPD werfen Sozialministerin Ursula von der Leyen vor, Altersarmut eher zu provozieren als zu bekämpfen - selbst vom Koalitionspartner FDP kommt massiver Gegenwind.
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