"Verantwortlich für einige der abscheulichsten und brutalsten Verbrechen in der Geschichte": Das UN-Sondertribunal für Sierra Leone hat den früheren liberianischen Diktator Charles Taylor zu 50 Jahren Gefängnis verurteilt. Das kommt für den 64-Jährigen einer lebenslangen Haft gleich. Taylor kann jedoch in Berufung gehen.
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Mord, Vergewaltigung, Plünderung - der Sondergerichtshof für Sierra Leone befindet den früheren liberianischen Präsidenten Charles Taylor in allen ihm zur Last gelegten Punkten für schuldig. Taylor ist als erstes afrikanisches Staatsoberhaupt von einem internationalen Tribunal wegen Kriegsverbrechen verurteilt worden. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.
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Liberias regierender Kriegsfürst, der sich vor allem durch seine Gier nach Macht und Geld auszeichnet, ist in die Defensive geraten.
Von Michael Bitalamehr...
Charles Taylor war einer der brutalsten Warlords Afrikas. Als Präsident Liberias zog er die Fäden in mehreren blutigen Bürgerkriegen, setzte KIndersoldaten ein und ließ sich mit Blutdiamanten bezahlen. Das UN-Sondertribunal für Sierra Leone hat den Despoten Ende April verurteilt - nun wurde das Strafmaß verkündet.
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Meinung
Fünf Jahre Prozess und 100 Belastungszeugen haben es nicht geschafft, eine saubere Beweiskette gegen Liberias Ex-Präsidenten zu bilden. Es wurde nicht klar, ob Charles Taylor im Nachbarland Sierra Leone tatsächlich eine grausame Rebellenarmee befehligte. So hätte es auch für einen Freispruch gute Gründe gegeben.
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Liberias Ex-Präsident Taylor lässt sich vor dem Internationalen Gerichtshof als friedliebend darstellen. Mit Verbrechen seiner Kämpfer will er nichts zu tun gehabt haben.
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Meinung
50 Jahre Haft für Charles Taylor. Ein drastisches Urteil, obwohl die Staatsanwaltschaft nicht zweifelsfrei beweisen konnte, dass Taylor der üble Kriegsverbrecher war, den das Gericht in ihm gesehen hat. Hinzu kommt ein fader Beigeschmack.
Ein Kommentar von Stefan Kleinmehr...
Die Europäische Union erhält den Friedensnobelpreis - doch ist das für die Zukunft der Gemeinschaft ein gutes oder schlechtese Omen? Immerhin gibt es viele Preisträger, die nach der Auszeichnung ihre politischen Ziele erreichten. Was aus Friedensnobelpreisträgern wurde.
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Die Liste ist illuster: Peter Sloterdijk, Jürgen Habermas und Judith Butler sind nur drei der 160 Wissenschaftsautoren, die sich nun in einem offenen Brief gesammelt in den Suhrkamp-Streit einschalten. Anders als ihre Schriftstellerkollegen formulieren sie eine dritte Position.
Von Jens Bisky, Berlinmehr...
Video
Die Diamanten, die Naomi Campbell von Ex- Diktator Charles Taylor bekommen haben soll, sind aufgetaucht - 13 Jahre nach der Übergabe an das Model.
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Streitfall Blutdiamanten: Schauspielerin Mia Farrow belastet mit ihrer Aussage vor dem Sondertribunal für Sierra Leone den westafrikanischen Ex-Diktator Charles Taylor. Und Mannequin Naomi Campbell steht als Schwindlerin da.
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Das Supermodel soll im UN-Kriegsverbrecherprozess gegen Liberias Ex-Präsidenten Charles Taylor wegen ihres angeblichen "Blutdiamanten" aussagen. Über eine starke Frau mit vielen Schwächen.
Von Tanja Restmehr...
Am Donnerstag soll die westafrikanische Friedenstruppe den Hafen der Hauptstadt Monrovia übernehmen. Das Pentagon hat erklärt, die amerikanischen Einheiten vor der Küste könnten bei Problemen als schnelle Eingreiftruppe eingesetzt werden. Die UN will Ex-Machthaber Charles Taylor wegen Kriegsverbrechen vor Gericht stellen.
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Hoffnungsschimmer für das vom Bürgerkrieg verwüstete Liberia: Präsident Charles Taylor hat angeboten, das Land zu verlassen. Zuvor wurde bekannt, dass Washington sich für die Beteiligung an einem internationalen Einsatz entschieden hat.
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Alle Bemühungen, Charles Taylor vor Gericht zu stellen, sind bislang gescheitert - der ehemalige Präsident von Liberia bleibt auch ohne Immunität unbehelligt.
Von Von Arne Perrasmehr...
Das Nobelkomitee zeichnet in diesem Jahr den Einsatz von drei Frauen in der Demokratiebewegung in Afrika und der arabischen Welt aus. Liberias Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, die liberianische Menschenrechtlerin Leymah Gbowee und die Aktivistin Tawakkul Karman aus dem Jemen erhalten den Friedensnobelpreis.
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Topmodel wird man heute in einer TV-Show, die Supermodels der Neunziger wurden noch entdeckt. Doch was machen dies Damen, die Schiffers, Crawfords und Campbells dieser Welt, wenn gewöhnliche Laufstegschönheiten in Rente gehen?
Die alternden Supermodels in Bildern.mehr...
Abgehackte Glieder, ungesühnte Morde und ein Land, in dem zwei Drittel aller Frauen Opfer sexueller Gewalt werden: Liberias Präsidentin Johnson-Sirleaf erhält den Friedensnobelpreis für ihren Kampf für Frauenrechte. Ebenfalls geehrt wird die Aktivistin Leymah Gbowee. Den Frauen gelingt, wozu die Männer in dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land unfähig sind: Frieden schaffen ohne Waffen.
Von Oliver Das Gupta und Kathrin Haimerlmehr...
Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an drei Frauen: Liberias Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, die liberianische Menschenrechtlerin Leymah Gbowee und Tawakkul Karman aus dem Jemen. "Das ist die Anerkennung für viele Jahre voller Kampf", sagt Johnson-Sirleaf. Karman widmete die Auszeichnung den "Aktivisten des arabischen Frühlings". Die Auszeichnung sei eine Ehre für alle Araber, Muslime und Frauen.
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2011 war ein turbulentes Politik-Jahr: Tauwetter in Birma, Frühling in Arabien und ein heißer Herbst in Europa. Nicht nur der Euro, nein, die gesamte EU musste gerettet werden. Welcher Politiker hat 2011 die beste Figur abgegeben? Stimmen Sie ab!
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