Menü von Sophia Hoffmann Weihnachten für Veganer

Sophia Hoffmann gibt vegane Kochkurse und Tipps für Veganer auf Youtube, per Blog und bei Supper Clubs.

(Foto: Sophia Hoffmann)

Anstelle von Gans, Rotkohl und Christstollen gibt es diesmal zu Weihnachten Topfenknödel, Erdäpfelkas und Haselnuss-Wan-Tans.

Von Ruth Schneeberger

Müssen Veganer ernsthaft am Kohl knabbern und zum Nachtisch Nüsschen verzehren, während andere sich zu Weihnachten auf fette Ente, duftende Mehlspeisen und feinste Süßigkeiten stürzen?

Nicht mit Sophia Hoffmann. Die vegane Köchin aus Berlin, ein gebürtiges Münchner Kindl, kocht mit Leidenschaft komplett tierfrei - unter anderem für Waisenkinder, Flüchtlinge und für Gäste ihres Supper Clubs in diversen Großstädten. 2011 startete sie ihren Blog, 2014 veröffentlichte sie ein veganes Kochbuch, zuletzt startete sie einen Youtube-Channel. Sie sagt: "Für mich bedeutet vegane Küche keine Einschränkung, sondern tausende neue Möglichkeiten." Und: "Es muss wieder mehr mit Essen gespielt werden!"

Na dann los: Hier kommt ein komplett veganes Weihnachtsmenü von Sophia Hoffmann - ganz ohne künstlich verarbeitete Ersatzprodukte.

Vorspeise: Herzhafte Pilz-Miso mit Quitten-Haselnuss-Wan-Tans

Misosuppe mit selbstgemachten Wan-Tans - und Sternchen.

(Foto: Sophia Hoffmann)

Zutaten (4 Personen): 20 Wan-Tan-Teigblätter (Asia Supermarkt), 1 Quitte, 20 Haselnüsse (im Ofen auf einem Blech ohne Fett bei 200 Grad fünf Minuten rösten), Salz, Pfeffer, Muskat, 50 g getrocknete Pilze (Steinpilze, Shiitake, ...), 8 EL Misopaste, 2 dicke bunte Möhren

Die getrockneten Pilze in einer Schüssel mit heißem Wasser übergießen und zehn Minuten einweichen lassen. Die Quitte schälen und stückeln (dazu das Fruchtfleisch mit einem scharfen Messer rundherum bis auf das Kerngehäuse abschneiden). Das Quittenfruchtfleisch in siedendem Wasser etwa 15 Minuten butterweich kochen. In der Küchenmaschine zu einer cremigen Wan-Tan-Füllung zerkleinern und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Etwas abkühlen lassen und in eine Spritztülle oder eine Brotzeittüte füllen.

Das Einweichwasser von den Pilzen abgießen. In einem Topf die Misopaste auf mittlerer Temperatur ganz kurz anrösten und anschließend mit einem Liter Wasser aufgießen. Die Pilze nach Belieben etwas kleiner schneiden und für mindestens 15 weitere Minuten in der Suppe köcheln lassen.

Wan-Tans formen (dazu gibt es im Internet genaue Anleitungen). Pro Wan-Tan eine geröstete Haselnuss auf die walnussgroße Menge Füllung setzen, die mit der Spritztülle dosiert wird. Die Ränder des Teigs mit Wasser bestreichen, dann klebt er schön zusammen.

Sterne in Scheibchen

Die Möhren schälen und in drei Zentimeter lange Stücke teilen. Mit Hilfe eines Messers oder einer Ausstechform die Zacken eines Sterns längs in die Seiten schneiden, anschließend mit einem scharfen Messer "Sternscheiben" abschneiden. Die Sterne erst zwei, drei Minuten vor dem Servieren in der Miso aufwärmen lassen, sie dürfen ruhig noch etwas Biss haben.

Einen großen Topf mit heißem Wasser aufsetzen und die Wan-Tans darin 4-8 Minuten ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Die Pilz-Miso mit den Wan-Tans und den Möhrensternen servieren.