Grußwort an die Favoriten: In Durban gelingt der deutschen Nationalmannschaft mit dem 4:0 gegen Australien ein perfekter WM-Auftakt, in dem Podolski explodiert und Klose seine Form findet.
Sechs Jahre kennt Joachim Löw die Nationalmannschaft jetzt schon, wobei das etwas beliebige Wörtchen "kennen" nicht annähernd beschreibt, wie das zu verstehen ist. Der Bundestrainer kennt seine Spieler nicht, er hat sie zerlegt, hat ihre Baupläne auswendig gelernt wie ein Molekularforscher und weiß über ihre Stärken und Schwächen wahrscheinlich besser Bescheid als die Spieler selbst. Deshalb konnte Löw vor dem ersten Spiel der deutschen Elf bei dieser WM auch immer wieder behaupten, dass Lukas Podolski "explodieren" und Miroslav Klose "in großartige Form kommen" würde, wenn das Turnier erst einmal begonnen hätte.
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Podolski, der eine Bundesliga-Saison gespielt hatte wie ein nasser Knallfrosch, detonierte tatsächlich schon bei der ersten Gelegenheit, die sich im Spiel gegen Australien bot: Sein Schuss zum 1:0 in der siebten Minute ließ Torwart, Torlatte und Tornetz erzittern. Während Miro Klose, zuvor nasser Knallfrosch mit abgerissener Lunte, erst knapp 20 Minuten später zu seinem insgesamt elften Tor bei Weltturnieren kam - aber drei große Chancen in so kurzer Zeit wie diesmal hatte er seit Monaten nicht gehabt. Die DFB-Elf und ihr Trainer hatten ihr Auftaktspiel schon gewonnen, bevor sie anfangen konnten zu zittern, und sie feierten auf dem Platz ein großes Fest. 6:0, 7:0 oder mehr - alles wäre möglich gewesen.
Allerweltsteam Australien
Das Problem der Deutschen nach diesem 4:0 (2:0) und einem äußerst gelungenen Start in den Wettbewerb wird nun sein, die Australier in den nächsten Tagen wieder klein zu reden, nach dem sie in den vielen Wochen der Vorbereitung immer größer zu werden schienen. Die Socceroos kamen der deutschen Elf mal wie ein aus dem Zement der Routine zusammen gemauertes Abwehrbollwerk vor, mal wie eine aus elf furchtlosen Crocodile Dundees bestehende Einheit angriffslustiger Outlaws.
Der als Fernsehexperte verpflichtete Dortmunder Trainer Jürgen Klopp hatte ihnen vor ein paar Tagen sogar eine "nahezu perfekte" Defensiv-Organisation attestiert. Auf dem Fußballplatz im Moses-Mabhida-Stadion zu Durban traf die Elf von Jogi Löw aber letztlich nur ein biederes Allerweltsteam, dem das auf dem Platz immer dann alles ein bisschen zu schnell ging, wenn die Deutschen kombinierten.
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Berliner Zeitung
............... den es in den Stadien gibt, "mein Mann" und ich schauen uns nicht die WM im TV an.
Wir sind an die Geräusche der Großstadt gewöhnt, das ist okay, aber nun wird man nachts immer wieder - trotz Ohorpax - von Leuten geweckt, die sich wohl während der WM ausleben wollen!
Auch mein vierter Beitrag wurde nicht veröffentlicht. Was habe ich nur Schlimmes geschrieben?
Um nicht das Tröten zu hören, stellen sie den Ton ab. Aber offensichtlich mögen sie solche Fußball-Spektakel sowieso nicht, dann haben Sie es draußen wirklich schwer, dem Theater aus dem Weg zu gehen. Aber es gibt nichts, wofür man keine Lösung bekommt. Bei WM's fahren Sie in Urlaub. Es gibt entweder irgendwo Plätze auf der Welt, wo Fußball keine große Rolle spielen. Es gibt im schönen Deutschland Orte, wo man auch diesem Theater "aus dem Weg" gehen kann. Aber das wissen Sie ja alles selber, deshalb kann man diese Ihre Bemerkungen nicht so richtig einordnen.
bleiben sie doch einfach in ihrem turm. alle 4 jahre 4 wochen lärm ist ihnen zuviel?
.........hat 1974 kein Spieler die Hymne mitgesungen, obwohl es doch eine "rein" deutsche Mannschaft war. Aber da fängt das "Drama" schon an. Spielte nicht ein Grabowski mit. Sein wann ist Deutschland "rein" deutsch gewesen? Wie soll das heutzutage überhaupt ablaufen. Viele Einwanderer aus dem Osten waren irgendwann mal deutsch. Polen hat sich um die Hälfte nach Westen verschoben. Die sogenannten Wolga-Deutschen zogen es irgend wann mal vor, aus Kasachstan abzuhauen, bevor sie ahnen konnten, dass es dort mal einen mächtigen Wirtschaftsaufschwung geben wird. In Rumänien gab es auch mal viele Deutsche, die meinten, dass es in der Heimat ihrer Vorfahren doch wohl besser sein könnte. Zugewanderte liessen ihre Kinder hier aufwachsen oder wurden hier geboren. Sie sind faktisch deutsch aufgewachsen, haben ihren Fussball in einem deutschen Verein erlernt. Warum sollen jetzt diese Spieler nicht in einer deutschen Nationalmannschaft spielen. Warum spielt der australische Torhüter in einer australischen Mannschaft, obwohl er in Deutschland geboren ist und mit seinen Eltern ausgewandert ist? Er ist Australier.
So einfach ist das. Nach der Logik vieler Leute dürfte dann der Heinzi nicht bei den Argentiniern spielen, sondern mit den Deutschen zusammen spielen müssen. Kuddelmuddel. Ich finde es im umgekehrten Falle fragwürdig, wenn z.B. jemand in einem Land aufgewachsen ist, oder sich dort niedergelassen hat, wenn er dann in der Mannschaft spielt, aus dessem Land zwar seine Wurzeln sind, mit dem er aber nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. Siehe Boateng oder viele nordafrikanische Spieler, die bei Bedarf für das Land der Herkunft ihrer Eltern oder Großeltern spielen.
Und last not least: was hindert einem Cacau in der deutschen Nationalmannschaft zu spielen? Er hat irgendwann für sich und seiner Familie beschlossen, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. Dieses geschah in einer Zeit, in der er noch nicht davon geträumt hat, dass man ihn berufen könnte.
Wie, meine Herrschaften und Frauenschaften, stellen Sie sich das vor, wie soll es mit den Menschen in heutiger Zeit der Völkerwanderungen weitergehen. Dürfen Deutsche die vermehrt auswandern, nie die Gastgebernationalität annehmen? Oder, oder.......wie soll das gehen? Khedira meint von Tunesien, von wo sein Vater stammt, dass es "ein schönes Urlaubsland" ist. Soll er für Tunesien spielen müssen. Darf er also nicht für Deutschland spielen, zählt seine deutsche Mutter nichts? Ach was so
Paging