Nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft will Bundespräsident Christian Wullf den Nationaltrainer und das Team auszeichnen. Das Bundesverdienstkreuz für DFB-Trainer hat Tradition, lediglich einer erhielt es nicht.

Der Trainer der deutschen Fußballnationalmannschaft, Joachim Löw, erhält das Bundesverdienstkreuz. Dies erklärte Bundespräsident Christian Wulff am Sonntag auf einer Pressekonferenz des Deutschen Fußball-Bundes im südafrikanischen Erasmia. Er wolle ihm die Auszeichnung im Schloss Bellevue im Rahmen eines Länderspiels in Berlin überreichen, sagte Wulff, der zum Spiel um den dritten Platz zur WM nach Südafrika gereist war. Deutschland hatte Uruguay nach Toren von Thomas Müller, Marcell Jansen und Sami Khedira 3:2 besiegt.

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Auch Löws Vorgänger Jürgen Klinsmann war 2006 nach einem dritten Platz bei einer Weltmeisterschaft mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Er hatte unmittelbar nach dem Turnier darauf verzichtet, den Verdienstorden aus den Händen von Horst Köhler zu empfangen, weil damals die Ehrung der Mannschaft im Vordergrund stehen sollte. Stattdessen überreichte ihm den Verdienstorden Bundeskanzlerin Angela Merkel rund acht Monate nach der WM in einer privaten Zeremonie unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Damit ist Löw der achte Bundestrainer, der das Bundesverdienstkreuz erhält. Neben Löw und Klinsmann wurden auch Sepp Herberger, Helmut Schön, Jupp Derwall, Franz Beckenbauer, Berti Vogts und Rudi Völler ausgezeichnet - teilweise allerdings erst ein gutes Stück nach ihrer Amtszeit als Bundestrainer. Der einzige Bundestrainer ohne Bundesverdienstkreuz ist der glücklose Erich Ribbeck, der von 1998 bis 2000 verantwortlich war.

Daneben erklärte Wulff, dass er die Mannschaft mit dem Silbernenen Lorbeerblatt auszeichnen wird, sofern dies der DFB-Chef Theo Zwanziger vorschlagen würde.

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(sueddeutsche.de/aum)