Spanien schlägt Frankreich Pedro vertreibt Spaniens Ängste

Pedro Rodriguez (li): Torschütze gegen Frankreich

(Foto: dpa)

Der Weltmeister meldet sich eindrucksvoll zurück: Gegen Frankreich schafft das Team dank Barcelonas Pedro einen knappen 1:0-Erfolg. Franck Ribéry kann eine Riesenchance nicht nutzen, am Ende müssen die Franzosen sogar in Unterzahl über die Runden kommen.

Es hätte äußerst haarig werden können an diesem winterlichen Abend in Paris - und zwar für die spanische Nationalmannschaft. Eine Niederlage gegen Frankreich und der sonst so souveräne Welt- und Europameister hätte vermutlich in den Playoffs nachsitzen müssen in dieser WM-Qualifikation. Doch dazu kam es nicht.

Spanien gewann in einer hochinteressanten Partie mit 1:0 gegen Frankreich und hat damit in Gruppe I wieder alle Chancen auf die direkte Teilnahme an der Endrunde im kommenden Jahr in Brasilien. Und ganz nebenbei gab es für den Titelverteidiger noch eine schöne Zahl zum Feiern: Der wichtige Erfolg im Prestigespiel in Paris war für La Roja das 50. Spiel in Serie ohne Niederlage in der WM-Qualifikation. Außerdem ist Spanien damit seit 25 Pflichtspielen nacheinander ungeschlagen.

Noch wichtiger dürfte sein, dass Spanien mit elf Punkten die Führung in der Gruppe von Frankreich (10) zurückerobert hat. Pedro vom FC Barcelona erlöste mit seinem Tor in der 58. Minute die Gäste, die durch ein überraschendes 1:1 am Freitag im Heimspiel gegen Finnland unter Druck geraten waren.

Für die Franzosen hatte Franck Ribéry vom deutschen Meister FC Bayern München kurz vor Ende der ersten Halbzeit die bis dahin beste Chance zur Führung vergeben. Seinen Schuss parierte Spaniens Torhüter Victor Valdes. Nach rund einer Stunde machte es Pedro dann besser - er verwertete im Fallen eine flache Hereingabe von der linken Seite.

Die Franzosen wehrten sich lange Zeit nach Kräften, die lieferten eine durchaus ansprechende Leistung ab, doch gegen den Weltmeister war an diesem Tag nichts zu holen. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff sah der Franzose Paul Pogba Gelb-Rot, trotzdem hätte Patrice Evra per Flugkopfball in der 89. Minute fast noch den Ausgleich erzielt. Am Ende aber jubelten die Spanier über einebn Sieg, der ihnen noch viel Ärger ersparen könnte. Die Hölle in Paris entuppte sich für die siegesgewohnten Kicker aus Barcelona und Madrid letztlich als Ort der Freude.