Tipps für Planung, Ausrüstung und Notfälle In die Berge, aber sicher

Gerade der Spätsommer und Herbst sind ideal für einen Wanderausflug: Hier der Blick von der Burgruine Falkenstein nach Süden ins Vilstal

(Foto: dpa-tmn)

Herrliche Natur, angenehme Temperaturen: Spätsommer und Herbst sind die ideale Zeit für eine Bergtour. Doch gerade Freizeitsportler unterschätzen leicht die Gefahren. Die wichtigsten Wandertipps.

Von Sarah Schmidt

Buntes Laub, klare Luft, freie Sicht - Spätsommer und Herbst sind ideal zum Wandern. Sobald die größte Sommerhitze vorüber ist, zieht es viele in die Berge. Doch gerade Freizeitsportler und Gelegenheits-Kraxler unterschätzen leicht die Gefahren.

Wir haben Ihnen alle wichtigen Informationen für Planung, Ausrüstung und Notfälle zusammengestellt - damit Sie sicher auf den Berg kommen und sicher wieder runter.

Die Planung

Die wichtigste Voraussetzung ist eine gute Vorbereitung - egal ob ein Tagesausflug oder ein mehrtägiger Trip ansteht. Augenmerk sollte dabei auf die Route, auf die Wanderer selbst und auf die Ausrüstung gelegt werden:

Die Route

Wo geht es genau lang? Welche wichtigen Abzweigungen darf ich nicht verpassen? Wo gibt es Möglichkeiten für einen früheren Abstieg? An welchen Stellen wird es eventuell knifflig? Ist genügend Zeit für die Tour vorgesehen, so dass die Gruppe vor Einbruch der Dunkelheit zurück ist und gegebenenfalls die letzte Seilbahn erreicht?

Das sind die Fragen, die bereits im Tal beantwortet werden müssen. Neben Wanderführern und -karten gibt es dazu auch im Internet ein breites Angebot. Gerade wenn es wieder früher dunkel wird, sollten Wanderer sich nicht zu viel vornehmen und auch für Pausen genügend Zeit einplanen.

Die Alpenvereine aus Deutschland, Österreich und der Schweiz geben auf ihrem gemeinsamen Portal "Alpenverein Aktiv" umfangreiche Informationen zu Touren und den aktuellen Bedingungen. Mit der zugehörigen App kommen die Infos mobil mit auf den Berg - per GPS kann man die Route sogar direkt verfolgen, wie mit einem Navi. Das ist praktisch, jedoch sollten sich Wanderer nie allein auf ihr Smartphone verlassen. Allzu schnell kann plötzlich der Akku leer sein.

Mit dem Handy über alle Berge

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Auch die leichteste Route kann gefährlich werden, wenn die Witterungsbedingungen nicht stimmen. Daher ist ein Wettercheck vorab Pflicht. So bietet zum Beispiel der Deutsche Alpenverein (DAV) eine genaue Übersicht über das Bergwetter für einzelne Orte und Regionen in den Alpen.

Vor einer Tour sollte immer jemand informiert werden, wo die Wanderung hingeht, auf welcher Route und wann mit der Rückkehr zu rechnen ist. So können Familie, Freunde - oder auch der Hüttenwirt - Alarm schlagen oder den Rettungskräften wichtige Hinweise geben, wenn Bergsteiger verschwinden.