Tipps für Planung, Ausrüstung und Notfälle In die Berge, aber sicher

So schön sind die Berge im Sommer: Nahe der 1350 Meter hoch gelegenen Kappeler Alpe bei Pfronten genießen diese beiden Wanderer den Blick auf das Panorama der Alpen.

(Foto: dpa)

Herrliches Wetter, Lust auf Bewegung: Der Sommer bringt Freizeitsportler auf Touren, birgt aber spezielle Gefahren. Die wichtigsten Wandertipps.

Von Sarah K. Schmidt

Strahlend blauer Himmel, Temperaturen weit jenseits der 20 Grad - da zieht es viele in die Natur. Lieber die große Freiheit und die frische Bergluft genießen, statt sich dicht an dicht auf der Freibadwiese zu aalen: herrlich! Während im Frühjahr in höheren Lagen Schnee und Eis viele Wege noch unpassierbar machen, ist nun die Bahn frei, alle Hütten sind geöffnet, die Wandersaison ist in vollem Gange.

Doch gerade der Hochsommer hat auch seine Tücken. Die warmen Temperaturen belasten den Kreislauf, schnell kann in der Sommerhitze ein Unwetter aufziehen. Wir haben Ihnen alle wichtigen Informationen für Planung, Ausrüstung und Notfälle zusammengestellt - damit Sie sicher auf den Berg kommen und sicher wieder runter.

Die Planung

Die wichtigste Voraussetzung ist eine gute Vorbereitung - egal ob ein Tagesausflug oder ein mehrtägiger Trip ansteht. Augenmerk sollte dabei auf die Route, auf die Wanderer selbst und auf die Ausrüstung gelegt werden:

Die Route

Bei strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen sollte schon bei der Auswahl der Route darauf geachtet werden, dass auch schattige Passagen dabei sind. Ideal ist es natürlich, wenn es unterwegs eine Möglichkeit zur Abkühlung gibt. Hier finden Sie Touren mit Badeoption:

Abkühlung untem Gipfel

Wenn schon im Hochsommer auf den Berg, dann bitte mit Erfrischungsmöglichkeit nach einem schweißtreibenden Aufstieg. Tipps zu Wanderungen an hohe Seen. Stefan Herbke mehr ...

Wo geht es genau lang? Welche wichtigen Abzweigungen darf ich nicht verpassen? Wo gibt es Möglichkeiten für einen früheren Abstieg? An welchen Stellen wird es eventuell knifflig? Ist genügend Zeit für die Tour vorgesehen, so dass die Gruppe vor Einbruch der Dunkelheit zurück ist und gegebenenfalls die letzte Seilbahn erreicht?

Das sind die Fragen, die bereits im Tal beantwortet werden müssen. Neben Wanderführern und -karten gibt es dazu auch im Internet ein breites Angebot.

Die Tage sind lang, es wird spät dunkel - dennoch sollten sich Wanderer auch im Sommer zeitlich nicht überschätzen. Gerade bei warmen Temperaturen sollten ausreichend Pausen eingeplant werden.

Die Alpenvereine aus Deutschland, Österreich und der Schweiz geben auf ihrem gemeinsamen Portal "Alpenverein Aktiv" umfangreiche Informationen zu Touren und den aktuellen Bedingungen. Mit der zugehörigen App kommen die Infos mobil mit auf den Berg - per GPS kann man die Route sogar direkt verfolgen, wie mit einem Navi. Das ist praktisch, jedoch sollten sich Wanderer nie allein auf ihr Smartphone verlassen. Allzu schnell kann plötzlich der Akku leer sein.

Mit dem Handy über alle Berge

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Auch die leichteste Route kann gefährlich werden, wenn die Witterungsbedingungen nicht stimmen. Daher ist ein Wettercheck vorab Pflicht. So bietet zum Beispiel der Deutsche Alpenverein (DAV) eine genaue Übersicht über das Bergwetter für einzelne Orte und Regionen in den Alpen.

Vor einer Tour sollte immer jemand informiert werden, wo die Wanderung hingeht, auf welcher Route und wann mit der Rückkehr zu rechnen ist. So können Familie, Freunde - oder auch der Hüttenwirt - Alarm schlagen oder den Rettungskräften wichtige Hinweise geben, wenn Bergsteiger verschwinden.