Tatsächlich gibt es bei vielen Anlässen viel zu sehen. Beim jährlichen "Bay To Breakers"-Volkslauf tragen Dutzende Läufer höchstens ihre Sportschuhe. Beim Folsom-Straßenfest der Leder- und Fetisch-Szene ist ebenfalls viel nackte Haut dabei, ebenso bei der Gay-Pride-Parade. Daran will Wiener auch nichts ändern. Also plant die Stadt mit der neuen Verordnung einen Kompromiss: Bei besonderen Feiern und Straßenparaden will die Stadt ein Auge zudrücken. Und Brüste dürfen weiter gezeigt werden, nur die Genitalien eben nicht. Auch brauchen sich nackte Kinder unter fünf Jahren nicht vor strengen Ordnungshütern zu fürchten, während an den meisten anderen US-amerikanischen Stränden selbst Babys schon Bikinis tragen müssen.

Allerdings muss über die neue Verordnung noch in einer zweiten Abstimmung entschieden werden, die Unterschrift von Bürgermeister Edwin Lee steht ebenfalls noch aus. Erst dann kann das Gesetz Anfang kommenden Jahres in Kraft treten. Bereits vor einem Jahr setzte sich Wiener mit einer Vorschrift gegen Nudisten durch.

Demonstranten vor dem Rathaus

Bild: AP 21. November 2012, 12:052012-11-21 12:05:00 © Süddeutsche.de/kaeb/dpa, Barbara Munker/mri/dd