San Francisco Verbot Nackte Nacktheit in Öffentlichkeit Nudimus

San Francisco ist bekannt für seine Freizügigkeit, aber der Lebensstil mancher Bewohner geht den Stadträten doch zu weit: Nudisten müssen sich künftig zugeknöpft geben. In der Hippie-Metropole empört das selbst die Angezogenen.

Hippies, Blumen im Haar, sexuelle Frei- und Großzügigkeit, das verbinden Menschen in aller Welt noch immer mit der US-amerikanischen Westküsten-Metropole San Francisco. Und tatsächlich wird hier vieles lässiger gesehen als im häufig prüden Rest der Vereinigten Staaten. In San Francisco wurde einst die Schwulenbewegung groß, hier leben Homosexuelle entspannt in Vierteln wie The Castro. Dieses ist inzwischen auch für eine andere kleine Bewegung bekannt: die "Naked Guys", eine Gruppe Nudisten, die höchstens mit Socken und Schuhen bekleidet durch die Straßen streift. Diese Art der Freizügigkeit sehen die Behörden doch nicht so gern: Mit knapper Mehrheit entschied der Stadtrat nach hitziger Diskussion und Störungen durch (entblößte) Demonstranten, mit einer neuen Verordnung Nacktheit auf Straßen, öffentlichen Plätzen und in Verkehrsmitteln unter Strafe zu stellen.

Ein Nudist auf der Castro Street im gleichnamigen Viertel in San Francisco.

Bild: AFP

21. November 2012, 12:05 2012-11-21 12:05:00  © Süddeutsche.de/kaeb/dpa, Barbara Munker/mri/dd

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