Die weitläufige Moorlandschaft mit 19 Seen und Tümpeln lädt ein zu ausgedehnten Spaziergängen - und zu einem Sprung ins warme Wasser.
Es ist ziemlich schwer, sich in Zeiten des Treibhausklimas vorzustellen, dass große Teile des Alpenvorlands während der Eiszeit von mächtigen Gletschern bedeckt waren, die bis vor die Tore Münchens reichten. Noch weniger mag man daran glauben, dass viele der heutigen Landschaftsformen durch die Eiszeit geformt wurden.
Im klaren Wasser der Osterseen spiegelt sich die Ufervegetation. (© Herbke)
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Im Großen mag das ja noch gehen, bei Ammer- und Starnberger See kann man sich gut vorstellen, wie die Gletscherzungen die länglichen Becken ausgeschürft haben.
Schwierig wird es dagegen bei den Seenaugen der Osterseen südlich vom Starnberger See. Sie entstanden am Ende der Würmeiszeit vor 12.000 Jahren. Beim Rückzug der Gletscher blieben in den Moränen große Eisblöcke, so genannte Toteisblöcke, zurück, die, durch Geröll vor schneller Abschmelzung geschützt, nur langsam abtauten. Die trichterförmigen Kessel füllten sich mit Schmelz- und Grundwasser und bilden heute die einzigartige Naturlandschaft der Osterseen.
Naturschutzgebiet Seenkette
Rund 225 Hektar Fläche bedecken die 19 Seen und Tümpel, die durch weitläufige Moorflächen oder Kanäle miteinander verbunden sind. Teilweise kreisrund, glitzern sie als blaue Farbtupfer aus den Wäldern und Wiesen heraus. Eine malerische Seenkette zwischen Iffeldorf und Starnberger See, die dabei lediglich einen Höhenunterschied von zehn Metern aufweist.
Die ökologisch wertvolle Moorlandschaft mit den Osterseen ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ein ideales Gebiet für ausgedehnte Wanderungen. Zu sehen gibt es dabei neben einer unberührten Naturlandschaft viele seltene Vogelarten wie Wildgänse, Eichelhäher oder Fischadler und farbenprächtige, teils geschützte Blumen, etwa Sumpfdotterblume, Türkenbund oder Wildrose.
Auf zum Großen Ostersee
Ausgangspunkt dieser Seentour ist der Bahnhof Staltach. Von dort aus rechts entlang der Landstraße. Der Beschilderung "6" folgend, geht man vor der Bahnunterführung links in den Wald. Dann gabelt sich der Forstweg, und man hält sich rechts, der Markierung "7" folgend. So wird das Ufer des Großen Ostersees erreicht, den wir gegen den Uhrzeigersinn umwandern. Ein lauschiger Uferweg führt bis zu einer schönen Liegewiese mit Badeplatz.
Im weiteren Verlauf führt der Weg etwas abseits des Ostersees durch einen Wald, ein kurzes Stück folgt er dabei der Bahnlinie und bringt uns in einem Bogen um den Ameis- und Breitenauersee zu einem "Picknickplatz" mit Bänken und Tischen.
Nach wenigen Metern trifft man auf eine Straße, die nach links verfolgt wird. Vorbei an der Lauterbacher Klinik, einer Privatklinik für Herz- und Kreislauferkrankungen, erreicht man das Westufer des Großen Ostersees.
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